Schulprogramm

  • Schulportrait

    1. Pädagogische Grundsätze

    • 1.1 Leitideen
      Unsere Schule als Lebensraum für Vielfalt

      Wir sind eine Schule,
      • in der Menschen frei von Angst verschieden sein können,
      • in der das soziale Miteinander und die Freude am Lernen im Mittelpunkt stehen,
      • in der wir lernen, mit den eigenen Stärken und Schwächen angemessen zu leben,
      • in der wir mit den Stärken und Schwächen der anderen respektvoll umgehen,
      • in der jede individuelle Leistung Wertschätzung erfährt.

      Unsere gemeinsamen Werte

      Wir legen Wert auf …
      • das Lernen und Erleben von Demokratie in der Schulgemeinschaft,
      • die Selbstverantwortung der Schüler für ihren eigenen Lernprozess,
      • die Entfaltung von Kreativität in künstlerisch-musischen Lernfeldern,
      • eine Erziehung zu Toleranz gegenüber der Individualität anderer,
      • die Teilhabe der gesamten Schulgemeinde an der Gestaltung des Schullebens,
      • Spaß am Lernen – Freude an der Leistung – Willen zu eigenen Zielsetzungen
      • die Kooperation der Schüler und Lehrer/innen –untereinander und miteinander in einer wachsenden Schulgemeinschaft

      Unsere gemeinsamen Ziele

      Wir streben eine Schule an, in der ...
      • Achtsamkeit für Gesundheit und Wohlbefinden als Grundlage jeden Lernprozesses gilt.
      • individuelles Fördern und Herausfordern möglich ist.
      • sich die Entwicklungschancen der Kinder und Jugendlichen bestmöglich entfalten.
      • die Schüler*innen zu eigenständigen, selbstbewussten Persönlichkeiten heranwachsen können.
      • durch Vermittlung von Kompetenzen eine erfolgreiche Bewältigung der Lebenswirklichkeit und die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gemeistert werden können.
    • 1.2 Die vier tragenden Säulen der Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule
      Das Lernen im 21. Jahrhundert verändert sich, wenn wir unsere Schüler für die Bewältigung der Anforderungen im späteren Leben fit machen wollen. Die Vorbereitung auf ein lebenslanges, eigenständiges Lernen geht einher mit der Erkenntnis, dass sich Wissen exponentiell erweitert und seine Halbwertzeit sich stetig verringert. „Wissen ansammeln“ reicht nicht mehr aus, „Wissen anwenden können“ in den sich verändernden Handlungsfeldern des Alltags fördert den Erwerb von Kompetenzen, die in dem aktuellen gesellschaftlichen Auftrag von Schule die Curricula der Fächer definieren.
      Die Gesamtschule ist durch ihre Vielschichtigkeit der Bildungsgänge unter einem Dach (Abschlüsse: FOR, FOR-Q, LE, HS9, HS10) in besonderer Weise gefordert, der seit Jahren immer wieder diagnostizierten Chancenungleichheit in unserem Bildungssystem entgegenzusteuern. Wir sind beauftragt, der frühen Selektion unseres Bildungswesens mit einem möglichst langen gemeinsamen Lernen zu begegnen. Dieser Auftrag fordert von uns, wirksame Formen eines binnendifferenzierten Unterrichts zu praktizieren und die Kinder und Jugendlichen dort zu fördern, wo sie mit dem Mittelmaß der Anforderungen nicht erfolgreich gefordert werden.
      Deshalb bauen wir die Entwicklung unserer neuen Schule auf vier Säulen auf, die die Ausrichtung unseres Schulprogramms und unserer täglichen Praxis vorgeben:



      1. Die Gewährleistung eines langen gemeinsamen Lernens im Klassenverband

      In unserer Schule schenken wir der Aufrechterhaltung der Klassengemeinschaft als stabile soziale Einheit der pädagogischen Organisation besondere gemeinsame Beachtung. Sie soll in ihrem eigenen Klassenraum als schulische Heimat der Schülerinnen und Schüler gepflegt werden. Wir stärken sie als Grundlage für erfolgreiches gemeinsames Lernen in heterogenen Lerngruppen.

      2. Die Entwicklung von Formen des Gemeinsamen Lernens

      Als Schule fühlen wir uns einer inklusiven Entwicklung unserer Schule verpflichtet, die die Vielfalt der Mischung in unserer Schulgemeinde respektiert und wertschätzt, indem wir zusammen mit dem Kollegium …
      • Mädchen und Jungen gleichermaßen fördern
      • Kinder und Jugendliche mit Migrationsgeschichte in ihrer Lerntätigkeit unterstützen und keine Formen von Rassismus dulden
      • allen Formen des Sexismus (Diskriminierung aufgrund des Geschlechts) und der Homophobie (Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung) entschieden entgegentreten
      • Lernarrangements schaffen für einzelne Schüler/innen mit besonderen Begabungen und außergewöhnlichen Fähigkeiten
      • Schülern aus Familien in Armutsverhältnissen gleichwertige Ausbildungschancen gewähren und auf dem Lernweg der Klassen nicht zurücklassen
      • Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderungen in integrativen Klassen gemeinsam unterrichten und Aussonderung vermeiden

      3. Die Institutionalisierung der Kooperation aller pädagogischen Fachkräfte

      Als Schule fühlen wir uns verantwortlich für den Aufbau von Strukturen, welche die Lehrpersonen verpflichten, regelmäßig in institutionalisierten Jahrgangsteams zu kooperieren, um die pädagogisch-didaktische Arbeit in den Jahrgangsklassen zu koordinieren, Schüler*innen in ihrer Laufbahn zu beraten und die Konflikte in den Klassen durch gemeinsames Handeln zu lösen.
      Alle Lehrerinnen und Lehrer sind einem Jahrgangsteam zugeordnet. Sie unterrichten die überwiegende Mehrheit ihrer Lehrerwochenstunden in den Klassen ihres Jahrgangs.


      4. Der Ausbau einer kulturellen Profilierung der Schule

      Unsere Schule investiert personelle und materielle Ressourcen in die Entwicklung eines kulturell ausgerichteten Schulprofils. Alle Schülerinnen und Schüler sollen im Laufe ihrer Schulzeit an unserer Schule vielseitige kulturelle Formen der Gestaltung und Darbietung entdecken und erproben können. Insbesondere wird eine Klasse pro Jahrgang mit einem zeitlich und inhaltlich intensiven musikpädagogischen Unterrichtsangebot gebildet. Die Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule kooperiert zur Erweiterung des Angebots (individueller Instrumentalunterricht / Ensembleunterricht) mit der Rheinischen Musikschule Köln.

    2. Päd. Organisation

    • 2.1 Schullaufbahn - Bildungsgänge - Abschlüsse
      Die Gesamtschule ist eine in den 1970er Jahren gegründete Schulform, die alle Bildungsgänge der übrigen getrennten Schulformen unter einem Dach in gemeinsamen Klassen anbietet. So können die Schülerinnen und Schüler ihre 10jährigen Pflichtschulzeit in der Gesamtschule mit den Hauptschulabschlüssen (HS9 und HS10), dem mittleren Schulabschluss (FOR-Fachoberschulreife) abschließen sowie die Qualifikation für den Besuch einer gymnasialen Oberstufen (FOR-Q) erwerben, die sie sodann in der Sekundarstufe II der gleichen Gesamtschule besuchen können. Seit der Einführung des „Gemeinsamen Unterricht“ in den integrativen Klassen schließen einige Schüler die Sekundarstufe I mit dem Abschluss der Förderschule „Lernen“ ab.

      In der Oberstufe (Jahrgang 11 bis 13 / EF – Q2) können die Schülerinnen und Schüler die Fachhochschulreife (FHR) nach Klasse 12 (Q1) und die Allgemeine Hochschulreife (AHR) nach Klasse 13 (Q2) erwerben.
    • 2.2 Teamarbeit
      Warum Teamarbeit in der Schule?

      Aus der wissenschaftlichen Forschung wissen wir, „dass Teamarbeit eine conditio sine qua non der erfolgreichen Schulentwicklung darstellt.“
      Bewusste und systematische Schulentwicklung zielt darauf ab, Schule zu lernenden Organisationen zu machen, die sich selbst organisieren, über sich reflektieren und sich steuern.
      Um erfolgreich eine lernende Organisation zu werden und vor allem zu bleiben, ist eine Teambildung unabdingbar, denn die lernende Organisation lebt vom Gesamtlernen aller Teammitglieder.
      Schulen verfolgen als lernende Organisation allerdings keinen Selbstzweck, sondern eine wesentliche Aufgabe, nämlich die Verbesserung der Lernleistungen von Schülerinnen und Schülern.

      Deshalb müssen Lehrpersonen kooperieren, damit die unterschiedlichen Fähigkeiten gewinnbringend für eine nachhaltige Verbesserung der Lernleistungen der Schülerinnen und Schüler eingesetzt werden können. Und dann profitiert auch die einzelne Lehrperson.

      • ganz konkret über unsere Unterrichtsmethoden reden
      • (kollegiales) Feedback zu unserem Unterricht einholen
      • gemeinsam planen, vorbereiten und evaluieren
      • gemeinsame Anstrengungen auf die Verbesserung der Lernleistungen der SuS richten


      Durch die für Schüler*innen erkennbare Zusammenarbeit wird in allen Stunden eine ähnliche Botschaft vermittelt:

      • Die Zusammenarbeit hat Vorbildcharakter für Schüler,
      • sie verbessert die Kommunikation unter den Lehrpersonen,
      • Disziplinschwierigkeiten werden durch klare Absprachen leichter überwunden


      Die Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule hat sich im Schuljahr 2013/2014 bewusst für den Aufbau einer pädagogischen Organisation entschieden, die auf einer Entwicklung zur Teamschule aufbaut.
      Acht Tutoren der vier Jahrgangsklassen bilden den Kern des Jahrgangsteams. Alle übrigen Lehrerinnen und Lehrer sind einem Jahrgangsteam fest zugeordnet, auch wenn sie keine eigene Klasse leiten. In regelmäßigen Teamsitzungen werden alle für den Jahrgang relevanten Themen aus dem schulischen Alltag besprochen. Dazu gehört:

      • gegenseitige Berichte aus den Klassen,
      • Gespräche über einzelne Schüler und Schülerinnen,
      • Leistungsentwicklung im Jahrgang,
      • Vereinbarungen von gemeinsamen Ritualen für den Unterrichtsrahmen,
      • Absprachen zum Classroom-Management,
      • gemeinsame Termine,
      • gemeinsame Klassenfahrten,
      • Pädagogische Themen (Anliegen),
      • Entwicklung von Ideen für Projekttage,


      Ein gewählter Teamsprecher vertritt das Team und nimmt an Koordinierungstreffen teil. Die Teamsprecher übernehmen die Vorbereitung der Teamsitzungen und kommunizieren die Ergebnisse oder Beschlüsse mit der Schulleitung und anderen Kolleg*innen.
    • 2.3 Klassenbildung
      Die Carl-von-Ossietzky Gesamtschule ist eine Schule mit einer vierzügigen Sekundarstufe 1, d.h. 4 parallelen Klassen in jedem Jahrgang. Die zukünftige Oberstufe wird xxx-zügig geplant. Bei der Klassenzusammensetzung berücksichtigen wir sowohl das ausgewogene Leistungsverhältnis der Schülerinnenund Schüler, die Grundschulzugehörigkeit, den Mädchen- und Jungenanteil und die bei der Anmeldung genannten Wünsche.

      Die Klassenleitung teilen sich in der Regel eine Lehrerin und ein Lehrer von der 5. bis zur 10. Klasse. Die Doppelbesetzung ist für die Jungen besonders wichtig. Denn bis zu diesem Zeitpunkt wurden sie in Kindertagesstätten und Grundschulen hauptsächlich von Frauen betreut und unterrichtet. Daher stellt die gemischtgeschlechtliche Doppeltutorenschaft ein wichtiges Element der Identifikationsbildung dar.

      Seit dem Schuljahr 2012/13 hat die Schule die Zahl der integrativen Klassen mit „Gemeinsamen Unterricht“ verdoppelt, d.h. in jeden Jahrgang werden Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf im „Gemeinsamen Unterricht“ der zwei integrativen Klassen unterrichtet.
    • 2.4 Klassenraumprinzip
      Alle Klassen der Sekundarstufe verfügen über einen eigenen Klassenraum, der ihnen für die Zeit mehrerer Schuljahre zugeteilt wird. Dieser Klassenraum ist die „schulische Heimat“ der Schülerinnen und Schüler über eine lange Zeit. Die Schulregeln, ergänzt durch selbst vereinbarte Klassenregeln, formulieren die Verantwortung der Schülerinnen und Schüler einer Klasse für den Erhalt und die Pflege der Einrichtung, die Sauberkeit und Hygiene im Raum sowie den Schutz des persönlichen Eigentums aller Schüler dieser Klasse.
      Um diese Verantwortung gemeinsam zu übernehmen, werden im Klassenrat verschiedene Dienste eingerichtet. Die Schüler erledigen eigenständig die damit verbundenen Aufgaben, wie z. B. die Materialien aufräumen, den Boden täglich fegen, den Müll entsorgen u.ä. Sie wechseln in einem festgelegten Rhythmus untereinander die Dienste.
      Die Schüler und Lehrpersonen achten darauf, dass die Klassenräume verschlossen werden, wenn sich dort niemand aufhält.
      Alle respektieren das persönliche Eigentum der Mitschüler, das sie in einem Eigentumsfach und in ihrer Schultasche aufbewahren. Alle können sich darauf verlassen, dass niemand die Materialien der Mitschüler ohne Erlaubnis anrührt.
      Führen Konflikte oder Spannungen in der Klasse dazu, dass einzelne Mitschüler sich im Klassenraum nicht mehr wohl oder sicher fühlen, wird die Situation im Klassenrat thematisiert und gemeinsam nach Maßnahmen zur Veränderung gesucht.
    • 2.5 Sitzordnung / Classroom-Management
      Im Schuljahr 2015/16 hat sich das Kollegium der Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule auf gemeinsame Vereinbarungen zur Klassenführung (Classroom-Management) verständigt.
      Alle Schüler sitzen im Klassenraum in einer festen Sitzordnung. Die Standorte sind klar festgelegt; jeder hat seinen Platz. Die Einzeltische sind so angeordnet, dass sie ohne längere Umbauzeiten Gruppenarbeitsphasen ermöglichen und ebenso für die Einzelarbeit während des Silentium in der Lernzeit rasch umorientiert werden können.
      Auf dem Whiteboard werden wichtige Informationen für die Schüler visualisiert: Aufgaben, Stundenplan, Dienste usw.
      Jede Klasse hat ein klar organisiertes und strukturiertes Material-Managment. Alle wissen, wo Schüler- und Lehrmaterialien aufbewahrt werden.
      Die Klassengemeinschaft präsentiert ihre Regeln deutlich sichtbar, gut ‚gelayoutet’ an exponierter Stelle im Klassenraum. Auch die Verhaltenssteuerungssysteme sind an einem prominenten Ort im Klassenraum visualisiert.
      Lehr und Schüler praktizieren bei Lehrerwechsel zu Beginn der Stunde das Begrüßungsritual.
      In allen Klassen findet regelmäßig der Klassenrat in einer Stunde der Lernzeit statt.
      Die Jahrgangsteams implementieren in ihren Klassen ein vereinbartes Ruhezeichen.
      Die Lehrpersonen klären untereinander und gegenüber den Schülern das Vorgehen, die Regeln und die Abläufe für die Lernzeit-Stunden
      Die Lehrerteams und das Kollegium überprüft und aktualisiert ggfs. die Regeln für die verschiedenen „Geschäftsbereiche“ der Schule: Schule, Klasse, Pausen, Mittagspause, Lernzeit, Mensa, Fachraum, Flure, Toiletten, Kurs-Räume. Dabei vereinheitlichen, vereinfachen und begrenzen sie die Fülle der Regeln so, dass sie von allen Beteiligten im Alltag erinnerbar sind.
      Alle Schüler haben ein Recht auf störungsfreies Lernen in der Schule; alle Lehrpersonen sollen störungsfrei unterrichten können. Schüler und Schülerinnen, die den Unterricht in einem erheblichen Maß so stark stören, dass der Lern- Lehr-Prozess immer wieder unterbrochen wird, müssen den Klassenraum für eine begrenzte Auszeit verlassen. In den Jahrgangsteams wird abgesprochen, nach welcher Störung eine Auszeit und nach wie viel Auszeiten welche weiterführende Sanktion folgt. Sie legen einen Katalog von pädagogischen Maßnahmen fest und bestimmen, wann diese in welcher Form mit den Erziehungsberechtigten kommuniziert werden, um ihre Unterstützung in den Klärungsprozess einzubeziehen.
      Es wird ebenso abgesprochen, welchen Anlässen welche Maßnahmen für ein positives Feedback folgen. Dazu eignen sich ritualisierte Strategien ebenso wie überraschende Interventionen: Lob, Dank, Vergünstigungen usw.
    • 2.6 Zeitraster / Stundenplan
      Mit Beginn des Schuljahres 2016/17 wurde in der Carl-von-Ossietzky Gesamtschule ein neues Stunderaster eingeführt.

      STUNDENRASTER CARL v. OSSIETZKY GESAMTSCHULE


      Zeiten
      Öffnung des Schulgebäudes ab 07.50
      Offener Anfang: Jg. 5-7
      08.00 - 08.15
      1./2. Stunde
      08.15 - 09.45
      1. Pause
      09.45 - 10.05
      3./4. Stunde
      10.05 – 11.35
      2. Pause
      11.35 - 11.55
      5./6. Stunde
      11.55 – 13.25
      Mittagspause
      13.25 - 14.20
      8./9. Stunde
      14.20 - 15.50



    3. Lehren und Lernen

    • 3.1 Fächerangebot der Sekundarstufe I
      In der Jahrgangsstufe 5 wird der Unterricht in folgenden Fächern unterrichtet:

      Deutsch

      Englisch
      Mathematik
      Gesellschaftslehre
      (EK,GE,PO)

      Naturwissenschaften
      (BI,CH,PHY)
      Arbeitslehre
      (HW,TE)
      Religion/Prakt. Philosophie

      Kunst
      Musik
      Sport
      Selbständige Arbeit (SEAT)
      Herkunftsspr.Unt.:Türkisch


      Dadurch ergeben sich für die Schülerinnen und Schüler des 5. Schuljahres 36 Unterrichtsstunden (30 Stunden Fachunterricht und 6 Stunden Ganztagsangebote), wobei Unterricht an drei Nachmittagen der Woche (montags, mittwochs, donnerstags) stattfindet. Am Dienstag- und Freitagnachmittag endet der Unterricht nach der 6. Stunde (13.20 Uhr). Die Carl-von-Ossietzky Gesamtschule ist eine gebundene Ganztagsschule, d.h. der Besuch ist verpflichtend.

      Die SEAT-Stunden sind fächerunabhängige Übungsstunden (Kapitel 3.2.) Einen Nachmittag der Woche können die Schüler/innen des 5./6. Jahrgangs an selbst gewählten AG-Angeboten teilnehmen. Im 7. Jahrgang nehmen die Klassen quartalsweise routierend an einem zweistündigen Werkstattunterricht teil.
      Im 6. Jahrgang wird das Fächerangebot erweitert durch ein Wahlpflichtfach ( siehe Kapitel 3.6.: WB 6 ).
      Im 7. Jahrgang wechseln die Schüler/innen jedes Quartal mit ihrer gesamten Klasse in eine Lern-Werkstatt (siehe Kapitel 4.2 Werkstat-Angebote)
      Im 8. Jahrgang wird Lernangebot durch eine weitere Fremdsprache oder einen wählbaren Neigungskurs sowie Förderkurse erweitert. (siehe Kapitel 3.8.: Ergänzungsstunden)

    • 3.2. Fächerangebot der Sekundarstufe II
      Mit dem Start der Sekundarstufe II im Schuljahr 2916/17 ändert sich das Fächerangebot der Schule für die Kurswahlen in der Oberstufe. Ein ausführliches Kapitel zum Aufbau der Oberstufe der Gesamtschule ist in Erarbeitung.
    • 3.3 Selbstständiges Lernen
      Wir legen Wert auf selbstständiges Lernen…. Die Gestaltung der neuen „Lernzeiten“ an der Carl-von-Ossietzky Gesamtschule.

      Die Lernzeiten werden ab dem Schuljahr 2016/17 im Stundenplan als eine Doppelstunde und eine Einzelstunde (geblockt mit dem einstündigen Klassenrat) ausgewiesen.
      So stehen den Schüler/innen an 2 Schultagen wöchentlich 135 Minuten „Lernzeit“ für die Bearbeitung von Aufgaben zu den Unterrichtsfächern zur Verfügung.
      Es sollen vorwiegend Aufgaben aus den sog. Kernfächern (Deutsch, Mathematik, Englisch, WB6-Fach) bearbeitet werden.
      Als Konsequenz aus dem Erlass vom 05.05.2015 und der Umstellung auf das Doppelstundenraster ergibt sich die Notwendigkeit, Übungsphasen in den Fachunterricht einzuplanen.
      Die Schüler/innen müssen von den Fachlehrern wöchentliche Pflichtaufgaben erhalten, die sie in einem Zeitumfang von ca. 20 – 30 Minuten pro Fach bewältigen können. Es werden darüber hinaus keine weiteren Aufgaben verpflichtend gestellt. „Hausaufgaben“ in der bisherigen Form von einer Fachstunde zur nächsten sind nach dem Erlass vom 05.05.2015 nicht mehr zulässig. Ausnahme gelten fürs Lernen von Vokabeln
      Für die Strukturierung der 90-minütigen „Lernzeit“ (Doppelstunde) ist folgende Struktur vorgesehen:
      • Die Schüler schreiben die für sie (je nach Leistungsebene) gestellte Wochenaufgabe am Ende des Fachunterrichts in ihren Schulplaner.
      • Zu Beginn der Lernzeit werden die Wochenaufgaben gesammelt und auf den Whiteboards im Klassenraum notiert.
      • Es stehen 3 mal 25 Minuten Arbeitszeit für die Bearbeitung der Aufgaben zur Verfügung. Die Arbeitsphasen werden voneinander abgegrenzt mit kurzen Pausen (5 Minuten), in denen die Schüler jedoch den Klassenraum nicht verlassen.
      • Eine Stunde der Lernzeit (45 Minuten) wird für den Klassenrat mit beiden Klassenlehrern genutzt.
      • Aufgabenbearbeitung in Form von PA oder GA kann in zuvor abgesprochen Phasen ermöglicht werden oder ggfs. außerhalb des Klassenraumes stattfinden.
      • Die Aufgaben werden in Stillarbeit an Einzeltischen bearbeitet. Die Doppelstunde wird durch einen ritualisierten Ablauf rhythmisiert.
      • Den Schüler sind folgende Regeln bekannt zu machen:

      Regeln für die Lernzeiten
      • In der Lernzeit sollst du die Aufgaben bearbeiten, die der Lehrer oder die Lehrerin in den Schulplaner diktiert hat.
      Lernzeiten sind Schulaufgaben, das heißt, dass in der Lernzeitstunde Aufgaben in Stillarbeit in der Schule erledigt werden. Diese „Schulaufgaben" ersetzen die alten
      Hausaufgaben.
      • Wenn du Fragen hast, die du dir selbst nicht beantworten kannst, frage zunächst deine(n) Tischnachbarn/-barin.
      Wenn diese dir nicht helfen können, fragst du den Lehrer/die Lehrerin.
      • Wenn Lernzeitaufgaben nicht geschafft werden, können einzelne Aufgaben mit in die nächste Lernzeit der Woche mitgenommen werden. Bedenke aber: Die Aufgaben sind so gestellt, dass du sie in der vorgegebenen Zeit in der Schule schaffen müsstest.
      • Manchmal sollen Aufgaben in Partnerarbeit erledigt werden. Spreche mit der Lehrerin/dem Lehrer ab, wann ihr in der Lernzeit zusammen arbeiten könnt. In dieser Zeit steht auch der Flur als Arbeitsplatz zur Verfügung. Dann können die anderen Mitschüler in Ruhe im Klassenraum ihre Aufgaben bearbeiten.

      Das Kollegium der Schule hat sich 2016/17 auf den Weg gemacht, das Konzept für die Lernzeiten neu zu gestalten. Dies wird ein zentraler Entwicklungsschwerpunkt im Schuljahr 2017/18 bleiben. Ergebnisse sollen spätestens nach unserem Umzug in den Schulneubau unter Berücksichtigung der dort veränderten räumlichen Bedingungen umgesetzt werden.

    • 3.4 Kompetenzorientierte Lehrpläne im Unterricht
      Die Fachkonferenzen der Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule haben auf der Basis der Kernlehrpläne des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes NRW für die Fächer der Sekundarstufe I und der Sekundarstufe II (Oberstufe) „Schulinterne Curricula“ (SiC) erarbeitet, in denen die Themen und die fachliche Schwerpunktsetzung des Unterricht vereinbart worden sind.
      Diese schulinternen Curricula sind zur Einsicht für Eltern und Schüler auf der Homepage der Schule veröffentlicht und werden aktualisiert.
      Lehrpläne
    • 3.5 Leistungsbewertung / Feedback / Lernberatung
      Das Kollegium hat im Schuljahr 2015/16 und 2016/17 ein neues Leistungsbewertungskonzept erarbeitet, das in einer Lehrekonferenz am 14.03.2017 in erster Lesung beraten und am 23.05.2017 verabschiedet wurde. Das Leistungskonzept wird auf der Homepage der Schule allen Schülern und ihrer Eltern bekannt gemacht.
    • 3.6 Sprachenfolge
      Sprachenangebot der Carl-von-Ossietzky Gesamtschule

      Die Sprachenfolge in der Sekundarstufe 1 der Carl-von-Ossietzky Gesamtschule bietet folgende Sprachen an:

      Englisch als 1. Fremdsprache ab Jg. 5
      Französisch als 2. Fremdsprache ab Jg. 6 (Wahlfach)
      Latein als weitere Fremdsprache ab Jg. 8 (Ergänzungstunden) bis Ende Jg. 12
      Spanisch als weitere Fremdsprache ab Jg. 8 (Ergänzungstunden)

      Das Sprachenangebot in der Sekundarstufe II der Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule:

      Englisch als fortgeführte Sprache aus der Sek I
      Latein als fortgeführte Sprache aus der Sek 1 bis Ende des 12. Jg.‘s
      Spanisch als fortgeführte und neu einsetzende Sprache ab Jg. 11
    • 3.7 WB 6 - Fächerangebot
      Als Teil der Neigungsdifferenzierung können Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule ab Klasse 6 ein 4. Hauptfach wählen, das ihren Fähigkeiten und Interessen besonders entgegenkommt. Mit diesem WAHLPFLICHTFACH legen sie einen wichtigen Schwerpunkt in ihrer schulischen Laufbahn bis zur Klasse 10 fest. Das Wahlpflichtfach stellt jedoch keine Vorentscheidung für den angestrebten Schulabschluss dar. Es stehen also noch alle Möglichkeiten weiterhin offen. Dies gilt vor allem für die Wahl einer 2. Fremdsprache. Die Bedingungen für die allgemeine Hochschulreife (Abitur) können auch mit einem Beginn der 2. Fremdsprache in Klasse 8 oder in Klasse 11 erfüllt werden. Die Wahlentscheidung sollte sich also an den Neigungen und Fähigkeiten Ihres Kindes orientieren.

      Im Wahlpflichtbereich wählen die Schülerinnen und Schüler aus folgenden Fächern aus:

      • Naturwissenschaft (Biologie, Physik, Chemie)
      • 2. Fremdsprache: Französisch
      • Arbeitslehre (Hauswirtschaft, Technik)
      • Darstellen und Gestalten

      Die Schule hilft Ihnen und Ihrem Kind durch schriftliche und mündliche Informationen, diese Wahl gut vorzubereiten; denn die einmal getroffene Entscheidung ist in der Regel bis zum Ende der Klasse 10 verbindlich.
    • 3.8 Integrierte Fächer: AL - NW - GL
      In der Gesamtschule werden verschiedene Fächer in einigen Jahrgängen themenübergreifend unterrichtet. Dadurch erhöht sich die Stundenzahl pro Unterrichtswoche, die für die zusammenhängende Bearbeitung eines Themas zur Verfügung steht. So können Themen fächerübergreifend behandelt werden und die Schüler vertraut gemacht werden mit einer integrierten Betrachtung ökonomisch-ökologischer Aspekte, naturwissenschaftlicher Phänomene, sowie historisch-politischer Entwicklungen in regionalen und globalen Kontexten.

      Das Fach Arbeitslehre umfasst Technik / technisches Werken, Hauswirtschaft und Wirtschaftslehre. Hauswirtschaft und Technik wird in den Jahrgängen 5 und 8 epochal im Klassenverband erteilt. Das Fach Wirtschaft wird in Jahrgängen 7,9 und 10 unterrichtet und beinhaltet ebenfalls die Praktikums- und Berufsvorbereitung.

      Naturwissenschaft berücksichtigt die Fächer Biologie, Physik und Chemie. Es wird im Klassenverband bis einschließlich Jahrgang 6 integriert unterrichtet und als Wahlpflichtfach bis einschließlich Jahrgang 10 angeboten.

      Gesellschaftslehre integriert bis einschließlich Jahrgang 10 die Fächer Geschichte, Politik und Erdkunde.
    • 3.9 Ergänzugsstunden
      ERGÄNZUNGSSTUNDEN – INDIVIDUELLE FÖRDERUNG

      In NRW ist die individuelle Förderung im Schulgesetz verankert. In Gesamtschulen findet Unterricht auf unterschiedlichen Niveaustufen statt. Über den „regulären“ Unterricht hinaus sollen die Schülerinnen und Schüler differenzierte Förderangebote erhalten. Deshalb kommt für die Jahrgangsstufen 8,9 und 10 zu den bisherigen Pflicht- und Wahlfächern ein weiterer Arbeitsbereich hinzu, die Ergänzungsstunden. Über die Verwendung dieser Stunden können die Schulen auf der Grundlage folgender Rahmenvorgaben selbst entscheiden.

      Parallel zu den Ergänzungsstunden beginnt im 8. Jahrgang die 2. bzw. 3. Fremdsprache. Diese wird durchgehend in den Jahrgängen 8 -10 dreistündig unterrichtet und sollte von Schülerinnen und Schülern gewählt werden, die eher dem leistungsstarken Bereich zuzuordnen sind.

      Das Konzept der Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule unterscheidet für die Ergänzungsstunden drei unterschiedliche Kursarten:


      • Forderkurse,(z.B. MINT, Informatik, Spanisch, Latein) die von den Schülern*innen in Absprache mit ihren Eltern gewählt.
      • Förderkurse (in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik), denen die Schüler*innen durch die Zeugniskonferenz zugewiesen werden, wenn sie eine Minderleistung in einem der Fächer aufweisen.
      • Zertifikatskurse (z.B. Streitschlichtung, Schulsanitäter, Sporthelfer, Kultur, Grafik), für die die Schüler*innen sich schriftlich bewerben müssen.

      Langfristig ist daran gedacht, auch Angebote außerhalb der Schule in das Spektrum mit aufzunehmen. Dabei könnten z.B. die Mitarbeit in einem Altenheim, Kennenlernen der Arbeitswelt (Halbtagspraktikum), musikalisch-künstlerische Weiterbildung in die Wahl eingebracht werden.
      Angebote im Rahmen der Ergänzungsstunden werden nicht benotet, sondern zertifiziert.
      Nur die Leistungen im Fremdsprachenkurs werden, wie in allen anderen Fächer, benotet.
    • 3.10 Fachleistungsdifferenzierung
      Die Schulkonferenz hat nach umfänglichen Diskussionen über verschiedene Konzeptentwürfe folgendes Differenzierungsmodell am 12. Juni 2014 verabschiedet:

      3.10.1. im Fach Englisch

      Im 7. Jahrgang werden alle Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Zeugniskonferenz nach den Vorschlägen der Fachlehrer/innen einer differenzierten Anforderungsebene (Grundebene und Erweiterungsebene) zugewiesen, aber noch im Klassenverband unterrichtet. Zur Verfügung stehende Personalressourcen werden für eine Zwei-Lehrer-Besetzung zur Entwicklung binnendifferenzierten Fachunterrichts eingeplant.
      Die äußere Fachleitungsdifferenzierung in getrennten Grund- und Erweiterungskursen beginnt ab dem 8. Jahrgang.


      3.10.2. im Fach Mathematik

      Im 7. Jahrgang werden alle Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Zeugniskonferenz nach den Vorschlägen der Fachlehrer/innen einer differenzierten Anforderungsebene (Grundebene und Erweiterungsebene) zugewiesen.
      Der Unterricht im Fach Mathematik wird ab dem 7. Jahrgang jedoch binnendifferenziert mit beiden Anforderungsebenen (G-Ebene und E-Ebene) in klassenübergreifenden Kursgruppen erteilt.
      Ab dem 9. Jahrgang erfolgt die äußere Differenzierung in leistungsbezogenen Kursen (G-Kurse und E-Kurse)


      3.10.3. im Fach Deutsch

      Im Fach Deutsch werden alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam im Klassenverband bis einschließlich Jahrgang 8 unterrichtet .
      Mit dem Wechsel in den 9. Jahrgang werden alle Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Zeugniskonferenz nach den Vorschlägen der Fachlehrer/innen einer differenzierten Anforderungsebene (Grundebene und Erweiterungsebene) zugewiesen
      Der Unterricht findet ab dem Jahrgang 9 in äußerer Differenzierung statt, d.h. in getrennten Grund- und Erweiterungskursen.


      3.10.4. im Fach Chemie

      Im Fachbereich der Naturwissenschaftlichen Fächer wird das Unterrichtsfach Chemie ab dem 9. Jahrgang differenziert auf Grund- und Erweiterungsebene unterrichtet. Eine Aufteilung in zwei separate Kursgruppen wird realisiert, sobald ausreichend Fachlehrer in der Aufbauphase der Schule zur Verfügung stehen.


      3.10.5. Schüler mit dem Förderschwerpunkt „Lernen“


      In den integrativen Klassen des „Gemeinsamen Unterrichts“ wird für die nach dem
      Bildungsgang des Förderschwerpunktes „Lernen“ zieldifferent zu unterrichtenden
      Schüler/innen ein Unterrichtsangebot auf der Anforderungsebene „Förderebene“ (F-Ebene) eingerichtet. Dieses findet in der Regel innerhalb des binnendifferenzierten Klassen- bzw. Kursunterrichts statt oder, bei äußerer Differenzierung, im Grundkurs.
      Der Fachunterricht in diesen Klassen und Kursen wird möglichst im Zwei-Lehrer-Unterricht (Doppelbesetzung) erteilt.
    • 3.11 Förderung von Schüler/innen mit Lernschwierigkeiten oder besonderen Begabungen
      Die Carl-von-Ossietzky Gesamtschule setzt sich zum Ziel, die Potentiale der Schülerinnen und Schüler zu wecken, zu stärken und auszubauen. Aus diesem Grund richten sich die Angebote der individuellen Förderung und Forderung prinzipiell an alle unsere Schülerinnen und Schüler.
      „Jeder junge Mensch hat ohne Rücksicht auf seine wirtschaftliche Lage und Herkunft und sein Geschlecht das Recht auf schulische Bildung, Erziehung und individuelle Förderung.“ Um dieser Forderung des Schulgesetzes für NRW nachzukommen, gibt es an der Carl-von-Ossietzky Gesamtschule für das Fach Deutsch zwei Förderbausteine:

      LRS Diagnose:

      Da die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Fähigkeiten, Kenntnissen und Fertigkeiten mitbringen, wird vom Fachlehrer ein hohes Maß an Diagnose- und Förderkompetenz abverlangt. Um Validität, Reliabilität und Objektivität zu gewährleisten, wird im Bereich der LRS Förderung der „Duisburger Sprachstandstest“ und die „Hamburger Schreibprobe“ (HSP) in den fünften Klassen durchgeführt. Der Duisburger Sprachstandstest umfasst die Bereiche Hörverstehen, Leseverstehen, Grammatik, Satzbau und Rechtschreibung. Im Anschluss an die Auswertung entscheiden die Deutschlehrer/innen, bei welchem Kind die HSP durchgeführt werden soll. Die Schülerinnen und Schüler, die bei dem Duisburger Sprachstandstest unterdurchschnittliche Werte haben, werden für die HSP vorgesehen. Bei der HSP werden die grundlegenden Rechtschreibstrategien der Schülerinnen und Schüler überprüft. Laut LRS-Erlass ist eine Gruppengröße von 6-10 Schülerinnen und Schülern vorgesehen. Am Ender der fünften Klasse können der Duisburger Sprachstandstest und die HSP zur Überprüfung des individuellen Leistungsfortschritts herangezogen werden.


      LRS Förderung:

      Um den Schülerinnen und Schülern mit LRS die Chance zu geben, ihre Stärken auszubauen und Schwächen zu minimieren, bietet die Carl-von-Ossietzky Gesamtschule eine spezielle Förderung an. Zu diesem Zweck findet parallel zu einer SEAT-Stunde die LRS Förderung statt.

      Die Inhalte der Förderung orientieren sich am LRS Erlass:

      • Leseübungen: Förderung der Lesefähigkeit und der Lesemotivation
      • Schreibübungen: Förderung des formklaren, bewegungsrichtigen und fließenden Schreibens
      • Rechtschreibübungen: Verbesserung der Rechtschreibsicherheit

      Die Förderung hat größere Aussichten auf Erfolg, wenn das gesamte Bedingungsfeld der LRS berücksichtigt wird. Das Bedingungsgefüge der LRS umfasst folgende Aspekte:

      • Schulische Bedingungen: Didaktik und Methodik des Lese- und Schreiblehrgangs sowie des

      Rechtschreibunterrichts, Lehrerverhalten:

      • Soziale Bedingungen: häusliches Umfeld, Verhalten der Mitschüler/innen
      • Emotionale Bedingungen: Selbstsicherheit, Lernfreude, Belastbarkeit,
      • Umgang mit Misserfolg
      • Kognitive Bedingungen: Stand der Lese- und Schreibentwicklung,
      • Denkstrategie, Wahrnehmung und Sprache
      • Physiologische Bedingungen: Motorik, Seh- und Hörfähigkeit

      Da Schülerinnen und Schüler mit LRS oftmals an geringem Selbstwertgefühl leiden und teilweise schon einen langen „Leidensweg“ hinter sich haben, ist die positive Bestätigung im Rahmen der Förderung unerlässlich.
      Nicht selten entsteht durch die LRS eine Schreibblockade oder die Schülerinnen und Schüler eignen sich Vermeidungsstrategien an. Daher ist es wichtig, dass auch im Fachunterricht auf die Bedürfnisse der Kinder eingegangen wird. Das bedeutet zum einen, dass in Klassenarbeiten darauf Rücksicht genommen wird. Die Lehrperson kann z.B. „[…] eine andere Aufgabe stellen, mehr Zeit einräumen oder von der Benotung […]“ der Rechtschreibleistung absehen. Zum anderen sollte an eventuelle Hilfestellungen gedacht werden.

      Individuelle Förderpläne:

      Neben der LRS Förderung findet außerdem die individuelle Förderung durch Förderpläne statt. Zu diesem Zweck haben die Fachlehrer/innen die Aufgabe, bei der Korrektur der Klassenarbeiten individuelle Fehlerschwerpunkte der Schülerinnen und Schüler zu erkennen. Besteht besonderer Förderbedarf, wird dieser Förderplan ausgefüllt.
      Es ist wichtig, den Schülerinnen und Schülern den Sinn des Förderplans zu erläutern, damit dieser nicht wie eine Bestrafung verstanden, sondern als Chance wahrgenommen wird. Es sei noch erwähnt, dass die Förderung eines Bereiches am sinnvollsten erscheint, wenn dieser bereits im Unterricht thematisiert wurde.
      Die Förderpläne werden von den Schülerinnen und Schülern zunächst den Eltern oder
      Erziehungsberechtigten vorgelegt. Durch deren Unterschrift wird zur Kenntnis genommen, dass die Förderung von Seiten der Carl-von-Ossietzky Gesamtschule wahrgenommen wurde.

      Individuelle Förderung von (hoch)-begabten Schüler/innen an der Carl-von-Ossietzky Gesamtschule:

      „Nicht die Intelligenz allein macht Begabung aus, sondern der Komplex persönlicher Eigenschaften, Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die einen Menschen befähigen, besondere Aufgaben zu übernehmen.“ Deshalb setzt sich die Carl-von-Ossietzky Gesamtschule zum Ziel, die Potentiale unserer Schülerinnen und Schüler zu wecken, zu stärken und auszubauen. Aus diesem Grund richten sich die Angebote der Begabungsförderung prinzipiell an alle unsere Schülerinnen und Schüler, um jedes Kind möglichst nach seinen individuellen Fähigkeiten und Begabungen zu fördern. Als Basis einer solchen individuellen Förderung bieten wir eine begleitende Beratung von Schüler/innen und Eltern durch eine Ansprechpartnerin für Hochbegabtenförderung. Als mögliche Maßnahmen zur Förderung besonders begabter Schüler/innen bietet die Carl-von-Ossietzky Gesamtschule bis dato Maßnahmen zur Anreicherung des Stoffes (Enrichment). Solche zur Beschleunigung des Lernens (Akzeleration) oder eine Kombination aus beidem ist in Planung.

      aktuelle Angebote der Förderung/Forderung

      Teilnahme an Wettbewerben:
      • Känguru-Mathewettbewerb
      • Vorlesewettbewerb

      Arbeitsgemeinschaften im 5./6. Jahrgang

      Werkstattunterricht im 7. Jahrgang

      Englisch plus (Ergänzungsstunden)

      Fachprofilklasse Musik / Performing Arts

      LRS- und Mathematik - Förderkurse

      Jährlicher Kulturabend mit Schülerpräsentation

      Ausbildung (in Jahrgängen 8-10) zum
      • Streitschlichter
      • Sporthelfer
      • Schulsanitäter/in

      Challenges (Zirkus, Fußball, Band, Chor)

      Schüler helfen Schülern

      Schülerzeitung

      DELF-Zertifikat

      Schülervertretung
      geplante Angebote der Förderung/Forderung

      Talenttag (Projekttag)

      Selbstlernzentrum im Aufbau

      Forder AG´s (Sprachzertifikate, Experimentieren)

      Kreatives Schreiben

      „Drehtürenmodell“
      • mit höherem Jahrgang oder
      • eigenständigem Projekt
    • 3.12 "Demokratie Lernen" im Klassenrat
      An der Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule wird eine Stunde pro Woche für den Klassenrat im Stundenplan verankert.

      Im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit im Klassenrat steht das Ziel, Formen demokratischer Mitbestimmung zu lernen und praktisch zu erfahren, sowie die Entwicklung von Konfliktstrategien zu unterstützen, um ein harmonisches Miteinander zu fördern. Das wirkt sich positiv auf das Klassenklima aus und stärkt das Selbstbewusstsein der Schüler*innen.
      Der Ablauf des Klassenrats ist in sechs Phasen gegliedert und wird von den Schüler*innen schrittweise eigenverantwortlich durchgeführt.
      Wir orientieren uns an dem pädagogischen Leitwerk „Der Klassenrat“ von Eva und Hans-Joachim Blum.
      Die Anliegen der Schüler*innen werden im Laufe der Woche gesammelt. Hier werden unterschiedliche Medien genutzt, wie z.B. ein Klassenratsbuch, Wandzeitung, Kummerkasten o.ä.
      Der Ablauf des Klassenrats ist in sechs Phasen gegliedert und die Schüler übernehmen verschiedene Rollen (Zeitwächter, Phasenwächter, Regelwächter, Vorleser, Gesprächsleiter, Protokollant):

      1. Eröffnung der Sitzung und Positive Runde
      2. Was ist aus den Ergebnissen vom letzten Mal geworden?
      3. Welche Anliegen oder Probleme gibt es heute?
      4. Wir besprechen die Probleme oder Anliegen
      5. Wir suchen eine Lösung und einigen uns
      6. Wir schreiben das Ergebnis in einem Protokoll auf

      Vor Beginn eines jeden Schuljahres werden neue Kolleg*innen über den Ablauf und die Struktur des Klassenrats informiert und fortgebildet. In der ersten Schulwoche werden die Schüler*innen mit dem Klassenrat vertraut gemacht.

    4. Ganztag

    • 4.1 Arbeitsgemeinschaften
      Als Ganztagsschule bietet die Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule ihren Schülerinnen und Schülern mittwochnachmittags verschiedene Arbeitsgemeinschaften an. Die Arbeitsgemeinschaften stellen motivierende Angebote dar, sich unabhängig vom schulischen Fächern gemäß den individuellen Interessen auszuprobieren.

      Es stehen musisch-kreative, sportliche und experimentelle Arbeitsgemeinschaften zur Auswahl. Die Schülerinnen und Schüler wählen jedes Halbjahr neu. Die Arbeitsgemeinschaften werden jahrgangsübergreifend zusammengestellt aus Kindern des 5. und 6. Jahrgangs.
    • 4.2 Werkstatt-Angebote
      Die Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule bietet im Rahmen ihres Ganztagsangebotes für alle Klassen des 7. Jahrgangs an einem Nachmittag der Woche Unterricht in vier thematisch verschiedenen Werkstätten an.

      Folgende thematische Schwerpunkte werden angeboten:

      a. Technisches Zeichnen
      b. Digitaler Medienpass
      c. Speaking English
      d. Lese-Werkstatt

      Die Schüler nehmen klassenweise an dem Werkstattunterricht teil.
      Alle Klassen wechseln im Laufe des Schuljahres die Werkstätten quartalsweise.
      Die Ergebnisse der Werkstattarbeit werden zum Ende des Schuljahres in der Schule präsentiert.
    • 4.3 Offener Anfang
      Die Schule beginnt täglich für die Schülerinnen und Schüler um 8:00 Uhr mit dem offenen Anfang. Dieser dauert 15 Minuten. In der Regel wird der offene Anfang von einem der beiden Klassenlehrer/innen moderiert. So ist ein gemeinsamer, entspannter Start der Klasse in den Schultag gewährleistet.

      Im offenen Anfang werden unter anderem folgende Angelegenheiten besprochen:

      • organisatorische Klassenangelegenheiten
      • Klärung von Konflikten auf dem Schulweg oder in der Klasse
      • individuelle Probleme und Fragen der Schülerinnen und Schüler
      • Zeit zum Austausch von Erlebnissen
      • Besonderheiten des Tages- und Wochenablaufs
      • Vorbereitung auf die Unterrichtszeit
      • Möglichkeit zum Frühstücken

      Der offene Anfang hat eine große Bedeutung für das soziale Miteinander der Schülerinnen und Schüler gewonnen; denn er wurde schnell zu einem von allen geschätzten Austauschforum, das die Unterrichtszeit von Störungen und Klärungsbedarf entlastet.
    • 4.4 Bibliothek
      Die Bibliothek der Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule gehört zum pädagogischen Ganztags- und Freizeitkonzept der Schule und ist damit fester Bestandteil des Schulgeschehens. Die Wochenöffnungszeit beträgt 13 Stunden.

      Die Bücher sind in folgende Kategorien aufgeteilt:

      • Spannung/Abenteuer,
      • Familie/Freundschaft/Liebe,
      • Comics und Wissen.

      In der Mittagspause haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich aus dem Angebot von ca. 1000 Büchern, Zeitschriften und Hörspielen zu bedienen. Damit wird die Möglichkeit gegeben, sich in eine ruhige Atmosphäre zurückzuziehen und sich vor dem Nachmittagsunterricht erholsam zu entspannen. Auch können sich Schüler und Schülerinnen auf kommende Lesenächte und Vorlesewettbewerbe vorbereiten.

      Seit dem Schuljahr 2013/14 ist die Bibliothek zusätzlich jeden Tag in der 5. und 6. Stunde als Selbstlernraum geöffnet und wird durch Eltern betreut. In diesem Zusammenhang können die Schülerinnen und Schüler selbstständig (Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit) an schulischen Inhalten arbeiten und auch den PC als Arbeitsmedium nutzen.
    • 4.5 Bewegte Pause / Mittagsfreizeit
      Im Mittagspausenangebot hat die Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule Räume für unterschiedliche
      Interessen geschaffen. Die Schülerinnen und Schüler können während der Mittagspause diese Angebote wahrnehmen:

      • Fußball und Basketball spielen auf dem dafür eingerichteten Spielfeld des Schulhofs.
      • Offene Turnhalle
      • Malen und Zeichnen im Kunstraum
      • Ruheraum für den Rückzug vom Treiben in der Mittagspause
      • Lesen in der Bibliothek
      • Bewegte Pause mit Ausleihe von Spielgeräten auf dem Schulhof
      • Spiele zum Ausleihen und Spielen in einem Klassenraum

      In der Mensa bietet eine Catering-Firma eine warme Mittagsmahlzeit an, die die Schülerinnen und Schüler einige Tage zuvor im Internet bestellen können. Die Eltern schließen mit dem Caterer einen Verpflegungsvertrag ab.
    • 4.6 Challenge: Chor - Band - Zirkus
      Die Carl-von-Ossietzky Gesamtschule hat zur Förderung besonderer Begabungen und Interessen von Schülerinnen und Schülern stufenübergreifende „Challenge“ – Kurse eingerichtet. Diese treffen sich einmal wöchentlich außerhalb des regulären Schulunterrichts. Ziel ist es, die Kulturarbeit als Bestandteil des Schulprofils ständig weiter zu entwickeln und die schulische Gemeinschaft zu fördern. Der „Challenge“ – Kurs Fußball hat bereits an mehreren Turnieren erfolgreich teilgenommen.

      Die folgenden „Challenge“ – Kurse haben sich bereits etabliert:

      • Zirkus (findet z.Zt. nicht statt)
      • Chor
      • Band
      • Basketball

    5. Lernen in Projekten

    • 5.1 Musisch-künstleicher Schwerpunkt der Schule
      Zusammen musizieren, gestalten, spielen - sich selbst ausdrücken, das macht viel Spaß!
      Kultur bereichert das Leben an der Schule und trägt positiv zur Persönlichkeitsbildung von jungen Menschen bei.


      Die Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule richtet mit dem Schuljahr 2014/15 einen musisch-künstlerischen Schwerpunkt ein. Ab dem kommenden Schuljahr wird es in jedem 5. Schuljahr eine sogenannte Musikklasse geben:

      • Jedes Kind dieser Klasse lernt ein Instrument, es singt im Rahmen der Stundentafel im Chor und es erhält Unterricht im Fach Rhythmik.
      • Es spielt außerdem in musikalischen Ensembles, die regelmäßig an Aufführungen teilnehmen.
      • m Zuge unserer Profilbildung „Musischer Schwerpunkt“ kooperieren wir mit der Rheinischen Musikschule.


      Wir möchten an unserer Schule ein vielfältiges Angebot musisch-künstlerischer Aktivtäten schaffen, das die große Bandbreite kulturellen Handelns abbildet.
      Neben einer Musikklasse pro Jahrgang sind folgende weitere Bausteine in Planung oder bestehen bereits.


      1. Kultur „lernen“ in der Stundentafel der Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule (zusätzlich zum regulären Musik- bzw. Kunstunterricht)

      • Das Wahlpflichtfach „Darstellen & Gestalten“ ab Klasse 6
      • „Forderkurse“ im Rahmen des Unterrichts in den Ergänzungsstunden ab Klasse 8 (z.B. Instrumentalkurs, Filmkurs...)
      • „Challenge“ (Förderung besonderer Begabungen von Schülerinnen und Schülern außerhalb des Wochenstundenplans zu verschiedenen Inhaltsbereichen wie z.B. Zirkus, Theater, Singen, Bandspiel)
      • AG-Angebote in den Jahrgängen 5 und 6 (z.B. Chor, Band)


      2. Eigene musisch-künstlerische Produktionen zur Aufführung bringen

      • Auftritte bei Kulturveranstaltungen in der Schule
      • Repräsentation unserer Schule nach außen, z.B. durch musikalische Mitgestaltung von Stadtteilfesten, Karneval...
      • Gestaltung von Ausstellungen in unserer Schule
      • Open Stage (Bühnenpraxis sammeln mit kleinen Darbietungen im Rahmen der Mittagspause)


      3. Sich mit Kultur vertraut machen auch außerhalb der Schule

      • Nutzung von Projektangeboten ansässiger Kulturinstitutionen (Kölner Philharmonie, Opernhaus, Schauspielhaus, Museen...)
      • Einladung von Musikern in die Schule
      • Besuch von Kulturveranstaltungen (Konzerte, Theateraufführungen, Ausstellungen...)
    • 5.2 Projekt-Tage / Thementage
      In jedem Halbjahr finden an der Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule drei Projekttage statt. Diese dienen sowohl dem ganzheitlichen Lernen als auch der Stärkung der Teamfähigkeit sowie der Schulung des Bewusstseins für die individuelle Verantwortung in unserer heterogenen Gesellschaft.

      Kennzeichnend für ein Unterrichtsprojekt ist, dass…
      • eine größere Aufgabe über einen längeren Zeitraum und interdisziplinär bearbeitet wird,
      • die Thematik die Bedürfnisse und die Interessen der Schülerinnen und Schüler anspricht
      • die Themen von ihnen weitgehend selbst gewählt werden ,
      • die Schüler die meisten Materialien beschaffen, 
      • Lehrer*innen als Projektleiter*innen fungieren
      • ein Produkt abschließend präsentiert wird.

      Die Projekttage finden wechselweise in Klassen- und Jahrgangsverband bzw. jahrgangsübergreifend statt. Die Projekttage im Herbst eines jeden Jahres finden während der sog. “Wanderwoche“ statt, in der parallel die Jahrgänge 5, 8 und 10 ihre Klassen- oder Jahrgangsfahrten durchführen.

      Seit dem Schuljahr 2016/17 werden in einigen Jahrgängen Thementage an Stelle der bisherigen Projekttage durchgeführt. Sie werden thematisch von Seiten der Lehrer*innen des Jahrgangs festgelegt und inhaltlich vorbereitet. Die Schüler ordnen sich verschiedenen, klassenübergreifenden Arbeitsgruppen zu. Die Inhalte sind fächerübergreifend ausgerichtet. Viele Aktivitäten finden an außerschulischen Lernorten in Köln und der Region statt.
    • 5.3 Girls´and Boys´Day
      Seit 2001 findet der Girls‘ Day in Deutschland statt. Dieser Tag soll Mädchen frauenuntypische Berufe näher bringen. Im Jahre 2011 wurde auch für Jungen ein Zukunftstag (Boys‘ Day) eingeführt.
      Einmal im Jahr findet der Girls‘ und Boys‘ Day auch an der Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule statt.
      Er dient dem Aufbrechen bestehender Rollenvorstellungen in der Arbeitswelt, damit sich Schülerinnen und Schüler einzig ihren Neigungen entsprechend beruflich orientieren, da die Chancengleichheit der Geschlechter für die individuelle Identitätsbildung entscheidend ist. Der „Girls´ and Boys´ Day“ wird in allen Jahrgängen als Projekttag durchgeführt.

      Die Klassen des 5. Jahrgangs werden an diesem Tag von ihren Klassenlehrern und -lehrerinnen betreut. Es werden erste Überlegungen zum Thema „Berufe“ unternommen. Dies geschieht zum einen durch eine spielerische Herangehensweise. Zum anderen werden z.B. Eltern an diesem Tag eingeladen und gebeten, von ihrem Beruf zu berichten. Auch die Umgebung der Schule und die verschiedenen Arbeitsmöglichkeiten werden von den Klassen an diesem Tag erkundet. Durch die doppelt besetzten Unterrichtsstunden ist es möglich, dass Mädchen und Jungen auch getrennt voneinander Aktionen durchführen können.

      Die 6. Klassen durchlaufen an diesem Tag verschiedene Stationen. An diesen Stationen werden Tätigkeiten aus verschiedenen Berufsfeldern ausgeführt. Diese sind den Themen Haushalt, Küche, Pflege, Wäsche, Handwerk, Kreativität und Büro zugeordnet.

      Im 7. Jahrgang werden die Familien der Mädchen und Jungen mit einbezogen. Die Schülerinnen begleiten an diesem Tag den Vater und die Schüler die Mütter im Berufsleben. Sollte dies nicht möglich sein, können die Schülerinnen und Schüler auch Verwandte oder Bekannte begleiten. Die Schülerinnen und Schüler sollen dadurch die Möglichkeit erhalten, die Perspektiven auf die Arbeitswelt bzw. Berufsorientierung und Lebensplanung auszuweiten. Im Rahmen dieses Tages erstellen die Schülerinnen und Schüler ihre erste Praktikumsmappe. Dies dient der intensiveren Auseinandersetzung und Reflexion des Tages.

      Im 8. Jahrgang erweitern die Schülerinnen und Schüler durch frei wählbare Betriebsbesichtigungen ihr Spektrum bezüglich möglicher Berufe.

      In Jahrgang 9 folgen Vorstellungstrainings und Rhetorikkurse, ggf. in Kooperation mit Krankenkassen.

      Im 10. Jahrgang können die Schülerinnen und Schüler im BIZ Informationen über für sie vorstellbare Berufe sammeln und mögliche Jobangebote einsehen.
    • 5.4 Berufsvorbereitung
      siehe Berufsorientierung
    • 5.5 SchülerInnen - Betriebspraktikum
      siehe Berufsorientierung
    • 5.6 Coolness-Training (Gewaltprävention)
    • 5.7 Sportfeste
      Sport, Spiel und Bewegung sind Grundbedürfnisse unserer Schülerinnen und Schüler und Voraussetzung für eine Kindgerechte Entwicklung. Deswegen legen wir Wert auf ein breites Angebot an Sportveranstaltungen.
      Dazu gehören:

      • Jährliches Sportfest
      • Schulturniere, z.B. Basketball, Fußball, Tischtennis
      • Teilnahme an regionalen Turnieren, z.B. Köln-Derby (Fußball), Marathon-Schulstaffel, Tischtennis Milchcup
      • Kooperationen (z.B. mit der HS Benrath, AOK, DJK Löwe, Vereins-Schnuppertag
      • als AG‘s in den Jahrgängen 5 und 6 bieten wir folgende Sportarten an: Schwimmen, Turnen, Basketball, Fußball

      Die Fachkonferenz Sport organisiert und unterstützt vielfältige Formen außerschulischen Unterrichts mit sportlichen Inhalten, Exkursionen (z. B. Klettern, Wasserski, Eislaufen).
    • 5.8 Sozialtraining Jg.5
      Konzept: Soziales Training in Klasse 5 an der Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule

      Die Schulsozialarbeiterin führt in Kooperation mit den jeweiligen Klassenlehrer*innen in den 5. Klassen der Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule soziale Kompetenzförderung durch. Die Hauptziele sind dabei die Stärkung der individuellen Persönlichkeit jedes Einzelnen sowie die Förderung des Gruppenzusammenhalts innerhalb der Klasse. Übungen zur Selbst- und Gruppenwahrnehmung fördern das Empathievermögen der Schülerinnen und Schüler. Auf dieser Grundlage können die Kinder Verständnis und gegenseitige Akzeptanz entwickeln.
      Durch Gruppen- und Einzelübungen, Spiele, Diskussionsrunden und weitere Methoden sollen die Kinder ein Empfinden für Körpersprache und deren Auswirkung entwickeln. Ebenso ist die verbale Kommunikation ein Thema, im Rahmen derer sich die Klasse unter anderem mit aktivem und passivem Zuhören beschäftigt, als auch mit der Notwendigkeit der Kommunikation um Gruppenaufgaben zu lösen.
      Ein weiterer wichtiger Aspekt stellt den Umgang mit den eigenen Gefühlen dar. Dabei steht die Förderung des gesunden und angemessenen Umgangs mit der eigenen Wut im Fokus. Durch praktische Übungen und Gesprächsrunden sollen sich Schüler und Schülerinnen mit möglichen Auslösern für Wut und Aggressionen auseinandersetzen um anschließend in der Gruppe individuelle Möglichkeiten zu finden, um sich in einer akuten „Wut-Situation“ zunächst zu beruhigen. Auch ist ein wichtiger Aspekt, die eigenen Gefühle und das eigene Verhalten zu reflektieren, um die eigene Wut zu verstehen.
      Des Weiteren sollen die Kinder durch das Sozialtraining lernen, Konflikte friedlich zu lösen und eigene Streitigkeiten zu schlichten.
      Die Kinder stellen mit der Schulsozialarbeit selbst ihre Klassenregeln auf, anhand derer sie im Sozialtraining immer wieder arbeiten. Dabei sollen sie lernen, Grenzen einzuhalten. In jedem Sozialtraining werden die individuellen Befindlichkeiten der Kinder ernst genommen und berücksichtigt. Daher steht die Schulsozialarbeiterin auch nach dem Sozialtraining für persönliche Gespräche oder Beratungen zur Verfügung.

      Themen:
      • eigene Stärken feststellen
      • Akzeptieren und Erfahren eigener Grenzen
      • Klassengemeinschaft und Gruppenzugehörigkeit stärken
      • Körpersprache und verbale Kommunikation
      • Erkennen von und Umgang mit Gefühlen
      • speziell: Umgang mit Wut
      • Konflikte friedlich lösen
      • Vermittlung von Handlungskompetenzen zur Vermeidung von Ausgrenzungs- bzw. Mobbingprozessen
      • aktuelle Konfliktsituationen/Themen innerhalb der Klassengemeinschaft


      Das Sozialtraining erstreckt sich über das gesamte 5.Schuljahr und findet in einer Doppelstunde jeden Monat statt. Sowohl die Durchführung als auch die Vor- und Nachbereitung liegt im Zuständigkeitsbereich der Schulsozialarbeit.
      Das Sozialtraining findet nur in Kooperation mit den jeweiligen Klassenlehrer*innen statt, welche verpflichtend während der Durchführung dabei sein müssen, jedoch als Beobachter agieren. Auch ist ein Austausch zwischen der Schulsozialarbeiterin und den jeweiligen Klassenlehrer*innen nach jeder Einheit erforderlich, um bei auftretenden Problemen bzw. Schwierigkeiten innerhalb einer Klasse oder im individuellen Bereich einzelner Schülerinnen und Schüler rechtzeitig tätig werden zu können
      Bei diesem sozialpädagogisch ausgerichtetem Konzept steht ein handlungsorientierter Ansatz im Vordergrund.

      Laura Zwar (Diplom Pädagogin)

    • 5.9 Medienkompetenz-Training im Jg.6
      Um die Schüler und Schülerinnen in ihrem Umgang mit den neuen Medien zu unterstützen, bietet die Schulsozialarbeit das Projekt „Me-Ko“ (Medienkompetenz) an der Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule an.

      Das Projekt wird im 6.Jahrgang durchgeführt, da Kinder in diesem Alter beginnen, sich näher mit sozialen Netzwerken im Internet zu beschäftigen, viele Informationen und Gefahren, die durch das Internet entstehen können, jedoch noch nicht kennen.

      Durch praktische Übungen und Diskussionsrunden sollen die Schüler und Schülerinnen im Baustein „Gefahren neuer Medien – Umgang mit persönlichen Daten“ für die Risiken, die sich durch Chatrooms und die Veröffentlichung von persönlichen Daten ergeben können, sensibilisiert werden.

      Im Rahmen des Bausteines „Handy und Internet – Cybermobbing und Happy Slapping“ sollen die Schüler und Schülerinnen sich mit Gründen und Folgen von Mobbing im Internet und Gewalttaten, die mit dem Handy aufgenommen werden, auseinandersetzen. Dieser Baustein wird außerdem Aufschluss über rechtliche Folgen geben.

      Der Baustein „Computersucht – Mein Umgang mit dem Computer“ hat die Absicht, die Schüler und Schülerinnen dazu anzuregen, sich mit ihrem eigenen Verhalten am Computer auseinander zu setzen. Durch Selbstreflektions-Übungen sollen gemeinsame Alternativen zu übermäßigem Computerkonsum erarbeitet werden.
    • 5.10 Streitschlichtung

      Schüler beraten Schüler - Streitschlichter der Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule

      Streitschlichtung ist ein Konzept – nach dem „Bensberger-Mediations-Modell“ – mit dem Ziel, das Schulklima nachhaltig zu verbessern und die sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu fördern.

      Ausbildung zum/zur Schüler- Streitschlichter*in
      Die Streitschlichter der Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule werden im 8. Jahrgang im Rahmen der Ergänzungsstunden von Lehrerinnen und Lehrern sowie Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern ausgebildet. In der Ausbildung lernen die Kinder viel über eigene Gefühle sowie den Umgang mit Konflikten im privaten und schulischen Bereich.
      In der Ausbildung lernen die Schüler*innen, wie man zwischen Streitenden vermittelt und ihnen dabei hilft, über eine Klärung zu einer friedlichen Lösung zu kommen.
      Im ersten Halbjahr der Ausbildung geht es inhaltlich darum, dass die Schüler*innen sich mit ihrem eigenen Verhalten in Konflikten und den damit verbundenen Gefühlen auseinandersetzen. Durch unterschiedliche Gruppen- und Einzelübungen, Gesprächsrunden und Rollenspiele arbeiten die Dozenten mit den Schüler*innen an der Stärkung des Selbstbewusstseins. Des Weiteren setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit der Entstehung von Konflikten auseinander.

      Im zweiten Halbjahr erlernen die Schüler*innen schließlich durch praktische Übungen wie eine Streitschlichtung abläuft. Außerdem setzen sie sich mit Regeln, Grenzen und Schwierigkeiten auseinander, denen sie im Rahmen einer Schlichtung begegnen können, so dass sie für das darauf folgende Schuljahr gestärkt sind, Streitschlichtungen durchführen zu können.
      Das Ziel ist es, dass die Schüler*innen nach erfolgreichem Abschließen der Ausbildung in einer Gruppe von Schülerstreitschlichtern selbstständig als Streitschlichter arbeiten und Ansprechpartner für die Schülerinnen und Schüler der Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule sind.
      Die Ausbildung wird geleitet von einer Lehrerin und der Schulsozialarbeiterin, welche auch nach der Ausbildung die Streitschlichtergruppe weiterhin begleiten.

      Ab der 9. Klasse arbeiten die ausgebildeten Streitschlichter dann selbstständig in den Mittagspausen. Anzutreffen sind sie im Streitschlichterraum im D-Trakt. Sie helfen anderen Schülerinnen und Schülern dabei, ihre Konflikte alleine, ohne Einmischung von Erwachsenen, zu lösen. Betreut werden die Streitschlichter weiterhin durch die ausbildenden Lehrkräfte. Es finden regelmäßige Treffen in den Mittagspausen statt sowie einmal im Jahr ein „Streitschlichter-Day", an dem Probleme besprochen und Wissen aufgefrischt wird.
    • 5.11 Klassenfahrten
      Klassenfahrten der Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule

      In der Sekundarstufe I der Carl-von-Ossietzky Gesamtschule finden drei Klassenfahrten (5., 8., und 10. Jahrgang) statt:

      1. Die erste Fahrt findet im Jahrgang 5 als dreitägige Kennenlernfahrt gemeinsam mit allen Klassen des Jahrgangs statt.
      2. Die zweite Klassenfahrt findet nach Absprache und Einigung im Jahrgang als 3-, 4-, oder 5-tägige Fahrt zu Beginn des 8. Jahrgangs statt.
      3. Die dritte Fahrt findet als fünftägige Abschlussfahrt zu Beginn des 10. Jahrgangs statt.

      Die Klassenfahrten finden jeweils in der Woche vor den Herbstferien statt (Wanderwoche)
      Die finanzielle Obergrenze der Kosten für die Eltern legt die Schulkonferenz fest und aktualisiert sie mindestens alle drei Jahre.
      Sonderfahrten mit klassenübergreifenden Reisegruppen zur Pflege von Schulpartner-schaften oder einem Schüleraustausch sind von dieser Regelung nicht betroffen.

    6. Öffnung von Schule - Kooperation mit Partnern

    7. Schulleben

    • 7.1 Schulregeln
      Leitgedanke

      Unsere Schule ist eine Lebens- und Lerngemeinschaft, in der sich alle Beteiligten um Rücksicht, Toleranz, Hilfsbereitschaft und Verständnis für andere bemühen. Bei der Bewältigung von Problemen und Konflikten verzichten alle auf die Anwendung sowohl verbaler als auch körperlicher Gewalt. Meinungen dürfen in Ruhe und frei geäußert werden, sofern sie nicht die Rechte anderer verletzen. Wir wollen uns gegenseitig fair und gerecht behandeln und auf diese Weise eine Atmosphäre schaffen, in der jede und jeder sich wohlfühlen kann und zum Lernen angeregt wird. Dazu gehört auch, dass wir in angemessener Kleidung in der Schule erscheinen. Wir wollen nicht, dass sich jemand ausgegrenzt fühlt, deswegen sprechen wir im Umgang miteinander eine Sprache, die alle verstehen.

      1. Unser Unterricht

      1. Wir respektieren, dass ...
      - alle Schülerinnen und Schüler das Recht haben, ungestört zu lernen.
      - die Lehrerinnen und Lehrer das Recht haben, ungestört zu unterrichten.


      2. Wir kommen pünktlich zum Unterricht.

      3. Bei Fehlen der Lehrerin/des Lehrers informieren wir nach zehn Minuten die Schulleitung.
      Diese Aufgabe übernimmt unser/e Klassensprecher*in.

      4. Für die notwendigen Arbeitsmaterialien eines Faches sind wir selbst verantwortlich.

      5. Um eine angenehme Lehr- und Lernatmosphäre zu schaffen, verhalten wir uns im Unterricht so, dass sich niemand gestört, belästigt oder gefährdet fühlt.

      2. Unser Schulgelände und Schulgebäude

      1. Damit wir uns alle wohl fühlen, halten wir unsere Schule sauber. Jede(r) von uns ist mitverantwortlich für den Zustand unserer Schule. Wir verlassen alle Räume, Flure und den Schulhof in ordentlichem Zustand. Aus diesen Gründen ist auch das Kaugummikauen auf dem gesamten Schulgelände nicht erlaubt.

      2. Unsere Schule und ihre Einrichtungen sind nicht unser Privateigentum. Damit so viele Schülergenerationen wie möglich von dieser Einrichtung profitieren können, sorgen wir dafür, dass nichts beschädigt oder zerstört wird.
      Im Falle einer unbeabsichtigten Beschädigung haften wir dafür und sorgen für eine Reparatur bzw. für den Ersatz des beschädigten Gegenstandes.

      3. Vor dem allgemeinen Unterrichtsbeginn verhalten wir uns im Gebäude oder im Klassenraum ruhig, drängeln und schubsen nicht, weil Klassenräume und Flure während des gesamten Schultages „Ruhezonen“ sind. Ballspiele sowie das Benutzen von Roller-Skateboards oder Scooter sind im Gebäude nicht gestattet. Auf dem Schulhof finden Ballspiele (mit den Klassenbällen) nur in den dafür vorgesehenen Spielzonen statt. Im Falle von Streitigkeiten unter Mitschülern sprechen wir in den Pausen die anwesenden Streitschlichter*innen an.

      4. Die Nutzung von multimedialen Geräten (Handy, iPod, MP3-Player,…) ist während der gesamten Schulzeit und auf dem gesamten Schulgelände nicht erlaubt. Lehrerinnen und Lehrer sowie Schulpersonal können diese bei Verstoß einsammeln. Vor dem Betreten des Schulgeländes werden diese Geräte ausgeschaltet und in der Schultasche aufbewahrt. Erst nach dem Verlassen des Schulgeländes am Ende des Schultages dürfen die Geräte wieder eingeschaltet werden.

      5. Schulfremden ist der Zutritt zum Schulgebäude und Schulgelände verboten.
      Wir beachten, dass Schulfremde nur nach vorheriger Anmeldung im Sekretariat Zutritt zum
      Schulgebäude/Schulgelände haben.

      3. Unsere Gesundheit

      Wir sehen es u.a. als unsere Aufgabe an, unsere Schülerschaft im Sinne der Gesundheitserziehung langfristig zu selbstverantwortlicher und gesundheitsorientierter Lebensführung zu erziehen und zu motivieren.
      Aus diesem Grunde bieten wir unseren Schülerinnen und Schülern neben dem Sportunterricht unterschiedliche Sport- und Bewegungsangebote, betreiben Suchtprävention, gestalten Aufklärungsangebote durch Fachkräfte, usw.
      Nicht nur durch Lernangebote in den Fächern Naturwissenschaften und Hauswirtschaft, sondern auch durch pädagogische Maßnahmen in unserem Schulalltag zielen wir darauf ab, unsere Schülerschaft zu gesunder Ernährung und ausreichender Bewegung anzuhalten.

      Aus den oben genannten Gründen halten wir unsere Schülerinnen und Schüler dazu an, möglichst wenig Süßgetränke, Süßigkeiten, Chips o.ä. zu konsumieren.

      Verstöße gegen unsere Schulordnung

      Uns ist bewusst, dass bei Verstößen gegen die geltenden Regeln der Hausordnung oder bei Störung des Zusammenlebens der Schülergemeinschaft wir zur Verantwortung gezogen werden.

      A. Als Folge unseres Fehlverhaltens können wir u.a. zur Erledigung folgender Aufgaben herangezogen werden:
      - Übernahme sozialer Dienste für die Schülergemeinschaft
      - Reparaturdienste zur Wiederherstellung beschädigter Gegenstände
      - Nachholen von Versäumnissen in Form von Überstunden
      - Ausarbeiten von Referaten bzw. Vorträgen
      - …

      B. Um die Gemeinschaft zu schützen, müssen bei schweren oder wiederholten Verstößen gegen die geltenden Regeln gemäß den gesetzlichen Bestimmungen des Schulgesetzes § 53 weitere erzieherische Einwirkungen und Ordnungsmaßnahmen ausgesprochen werden.

      Fazit:
      Für das Gelingen des Zusammenlebens in unserer Schule tragen wir alle die Verantwortung – geh‘ mit guten Vorbild voran.
    • 7.2 Beratung
      An der Carl-von-Ossietzky Gesamtschule sind alle Lehrkräfte Träger von Beratung. Ihre Beratungen werden durch Angebote der Beratungslehrer, der Schulsozialarbeiter, der SV-Lehrer, der GU-Koordinatoren, Studien- und Berufswahlkoordinatorin, der Ausbildungsbeauftragten, der Streitschlichter, des Lehrerrats, der Abteilungsleiter sowie des Schulleiters und Vertretung unterstützt und ergänzt.
      In Zusammenarbeit mit externen Einrichtungen und ihren spezifischen Beratungsangeboten bildet die schulische Beratung ein Kooperationsnetzwerk, das Informationsangebote bereitstellt, psychosoziale Einzelfallhilfe leistet, aber auch pädagogisch-psychologische Gruppenprozesse anbietet, die sowohl der Prävention als auch der akuten Intervention in Krisensituation dienen. Die Schulberatung wertet ihre Praxiserfahrungen aus und regt Schulentwicklungsprozesse an.
      Die Beratung in der Schule verfolgt als besonderes Ziel, ein gutes Schulklima an der Carl-von-Ossietzky Gesamtschule zu stärken und zu bewahren. Wie in den Leitideen der Schule formuliert, sollen „Schülerinnen und Schüler in der Carl-von-Ossietzky Gesamtschule frei von Angst verschieden sein können, das soziale Miteinander und die Freude am Lernen als zentrale schulische Lebenswirklichkeit erleben, lernen, mit den eigenen Stärken und Schwächen angemessen zu leben und mit den anderen Menschen respektvoll umzugehen sowie Wertschätzung für individuelle Leistungen erfahren.“ (Präambel des Schulprogramms)
      Konflikte gehören zum Schulalltag; entscheidend ist, auf welche Weise sie gelöst werden. Zur Konfliktlösung bietet das Beratungsteam Unterstützung an. Dabei wird angestrebt, allen Beteiligten zu ihrem Recht zu verhelfen. Dieses Beratungskonzept entspricht dem Stand der Schulentwicklung von 2016 und ist regelmäßig zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen.

      7.2.1. Grundsätze der Beratung

      Vier Säulen der Beratung als Voraussetzung der Zusammenarbeit:

      1. Beratung ist freiwillig. Die Ratsuchenden kommen aus eigenem Antrieb, weil sie mit einer Situation nicht zufrieden sind und Änderungen anstreben.
      2. Beratung ist vertraulich. Zu einer Beratungsbeziehung gehört Vertrauen. Deswegen ist der Berater zu absoluter Verschwiegenheit verpflichtet. Allein die Ratsuchenden bestimmen, welche Informationen in welchem Umfang an welchen Personenkreis weitergegeben werden dürfen.
      3. Beratung ist unabhängig, d.h., es kann keine Anweisungen von außen an z.B. die Beratungslehrer geben.
      4. Beratung ersetzt nicht bestehende Verantwortungsstrukturen, d.h. beispielsweise, dass Eltern und Klassenlehrer weiterhin für Schüler, die beraten werden, zuständig sind.

      7.2.2. Träger der Beratung und ihre Aufgaben

      Klassenlehrer-Tandems kennen ihre Schülerinnen und Schüler am besten und haben durch die i. d. R. hohen Stundenzahlen in der Klasse ein gutes Vertrauensverhältnis.
      Zu ihren Aufgaben gehören:
      a. Beratung von Schülern sowie deren Eltern im Rahmen von Erziehung und Unterricht: Konfliktlösungen, häusliche Belastungen, Vermittlung von Unterstützungsangeboten bei schulischen Problemen, Leistungsentwicklung, Laufbahnberatung
      b. Spezifische Beratungsgespräche über die Persönlichkeitsentwicklung einzelner Schüler, Lernstrategien, Pubertätskonflikte u. ä.
      c. Beratung und Unterstützung der Schüler- und Elternvertreter (SV & Pflegschaft)
      d. Zusammenarbeit mit dem Beratungsteam
      e. Ggfs. Gespräche mit Einrichtungen der Jugendhilfe, dem Jugendamt, verschiedenen Fachdiensten sowie Therapeuten bezüglich Lernentwicklung und Sozialverhalten einzelner Schülerinnen und Schüler

      Abteilungsleiter koordinieren und unterstützen die Beratungsangebote der Klassenleitungen und des Beratungsteams in ihren Jahrgängen (Abteilung I: Klasse 5-7, Abteilung II: Klasse 8-10, Abteilung III: ab Klasse 11 (z. B. Bewerber-Training, Laufbahnberatung, Informationen zu altersspezifischen Problemschwerpunkten wie Drogen, Medien, Gewalt). Sie beraten und unterstützen Lehrkräfte in pädagogischen Fragen, leiten Anhörungen im Kontext von geplanten Ordnungsmaßnahmen.

      Die Schulleitung
      • berät Kollegen hinsichtlich ihrer unterrichtlichen Tätigkeit,
      • berät Kollegen im Rahmen von Perspektivgesprächen, z. B. über laufbahnrechtliche Möglichkeiten oder die Verfolgung ihrer persönlichen Ziele an der Schule,
      • unterstützt beratend besondere Aktivitäten von Kollegen und auch von Schülern, wie z. B. den Aufbau und die Pflege von Schulpartnerschaften bzw. Projekten mit außerschulischen Partnern,
      • berät Schüler und auch Eltern, wenn sie sich ratsuchend an sie wenden, nachdem sie die institutionalisierten schulischen Beratungsinstanzen in Anspruch genommen haben.

      SV-Verbindungslehrer und Vertrauenslehrer

      Die SV-Lehrer beraten die Schülervertreter bei ihren Aufgaben, unterstützen sie bei der Konferenzarbeit und besonderen Aktionen und begleiten sie bei der Durchführung der Wahlen der Schülervertretung.
      Diese Lehrkräfte können bei persönlichen und schulischen Problemen von den Schülern angesprochen werden. Sie vermitteln in Konflikten zwischen Schülern und Lehrpersonen. Hier empfiehlt sich eine enge Zusammenarbeit mit dem Beratungsteam.

      Die Ausbildungsbeauftragten!
      • Siehe Kapitel 8.6. Lehrerausbildung

      Schüler beraten Schüler - Streitschlichter der GE Nippes
      • Siehe Kapitel 5.9. Streitschlichtung

      Das „Beratungsteam“ der Carl-von-Ossietzky Gesamtschule

      Das Beratungsteam besteht aus den beiden Beratungslehrern, der Studien- und Berufswahlkoordinator, der GU-Koordination sowie zwei Sozialpädagogen. Die Beratung zur Förderung von Schülern und Schülerinnen mit besonderen Talenten an der Carl-von-Ossietzky Gesamtschule gehört in den Aufgabenbereich einer weiteren Kollegin, die im Bedarfsfall das Beratungsteam unterstützt.

      Beratungslehrer
      Die Carl-von-Ossietzky Gesamtschule hat seit dem Schuljahr 2013/14 eine, ab dem Schuljahr 2016/17 zwei Lehrpersonen mit den Aufgaben eines/einer Beratungslehrer/in beauftragt.
      Es erfolgen schwerpunktmäßig Einzelfall- und Gruppenberatungen sowie Konzeptarbeit. Die Beratungslehrkräfte sind in der Schule die präsenten Ansprechpartner für Schüler, Eltern, Lehrkräfte und Schulleitung, wenn die Problemlage über die Möglichkeiten der unterrichtenden Lehrpersonen hinausgeht oder die Ratsuchenden dies aus verschiedenen Gründen (z.B. Anonymität) wünschen. Die Beratungstätigkeit je Beratungslehrer wird mit drei Unterrichtsstunden entlastet. Die Beratungslehrer sind zuständig für die Vorklärung eines Problemfalls. Sie entscheiden selbstständig, ob eine eigene Bearbeitung möglich ist oder ob die Vermittlung an andere interne oder externe Personen bzw. Stellen erfolgen soll.

      Studien- und Berufswahlkoordination
      Die Studien- und Berufswahl ist ein langfristiger Prozess, der kontinuierlich ab dem 5. Jahrgang aufgebaut wird. Die Koordination schafft Angebotsstrukturen für Schüler, Eltern und Kollegen rund um die Berufsorientierung. Hierzu zählt u.a. die Unterstützung bei der Praktikumssuche und Betreuung, die Durchführung der Potenzialanalyse, der Berufsfelderkundung, des Girls&Boys Days und der Bewerbungstrainings. Der Übergang Schule-Beruf wird außerdem durch diverse Kooperationen (z.B. mit der Agentur für Arbeit) und dem regelmäßig erscheinenden "Newsletter" unterstützt. Gezielte Beratung findet wöchentlich im "Offenen Berufsorientierungstreff" oder beim vereinbarten Termin statt. Weitere unterstützende Beratung durch eine Elterngruppen, den "Ausbildungspaten", befindet sich im Aufbau. Details sind hier aufgelistet.

      Koordination des „Gemeinsamen Unterrichts“
      Die Koordinatorin des Gemeinsamen Unterrichts berät interessierte Eltern und Schüler rund um das Gemeinsame Lernen an der Carl-von-Ossietzky Gesamtschule. Sie ist Ansprechpartnerin insbesondere für Fragen zu Förderplänen, zur Zeugniserstellung für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, zu außerschulischen Hilfen, zum Umgang mit verschiedenen Förderschwerpunkten im Unterricht u.ä. Außerdem koordiniert sie Abläufe und Hospitationen vor der Einschulung (Übergang Grundschule -> Sek I) und begleitet die Beantragung von Eröffnung oder Änderung von Gutachten zum sonderpädagogischem Förderbedarf.

      Koordination der Talent-Förderung
      Seit dem Schuljahr 2013/14 wird eine Lehrperson für den Aufbau der Talentförderung an der Gesamtschule Nippes zur Verfügung stehen. Ziel ist es, vorhandene Talente an der Schule und schulübergreifend zu fördern, zusätzliche Angebote zu vermitteln und Unterforderung im Unterricht entgegenzuwirken.

      Schulsozialarbeiter/in
      An der Carl-von-Ossietzky Gesamtschule stehen zwei Schulsozialarbeiter zur Verfügung, die Schülern, interessierten Eltern sowie Kollegen in vertraulichen Gesprächen Einzelfallhilfe bieten sowie Kontakt zu externen Hilfsangeboten vermitteln. Die genaue Aufgabenbeschreibung ist hier aufgelistet
    • 7.3 Schulsozialarbeit an der Carl-von-Ossietzky Gesamtschule
      Die kommunale Schulsozialarbeit der Stadt Köln (Vertreterin an unserer Schule: Frau Gabriele Bänsch) dient der Stärkung junger Menschen in Schule und Familie, der Integration im Sozialraum und hilft soziale Benachteiligungen auszugleichen und individuelle Beeinträchtigungen zu überwinden.

      Die fachliche Grundlage der Schulsozialarbeit ist das Konzept der Lebensweltorientierung. Der eigenständige, nicht schulische Auftrag von Schulsozialarbeit ermöglicht der sozial-pädagogischen Fachkraft einen unabhängigen und ganzheitlichen Blick auf das den Fall umgebende schulische wie private Bezugssystem. Den durch die Eigenständigkeit gegebenen Handlungsspielraum und die flexiblen Zeitressourcen der Schulsozialarbeit gilt es für den pädagogischen Auftrag der Schulsozialarbeit einzusetzen.

      Im Gegensatz zur Schule, die verpflichtenden Charakter hat, sind alle Angebote der Schulsozialarbeit freiwillig. Sowohl Schülerinnen und Schüler als auch die Eltern entscheiden sich für die Zusammenarbeit aus freiem Willen. Gemeinsam beschlossene Förder- und Beratungsangebote haben verbindlichen Charakter. Informationen, die die pädagogische Fachkraft in Beratungsgesprächen mit Schülern und/oder Eltern erfährt, werden vertraulich behandelt; es gilt das Gebot der Schweigepflicht gemäß § 203 Strafgesetzbuch.
      Sollen Informationen zum Nutzen der Schülerinnen und Schüler weitergegeben werden, bedarf es einer ausdrücklichen Zustimmung durch die Betroffenen. Einen Ausnahmefall stellt der dringende Verdacht auf Kindeswohlgefährdung dar.
      Es ist ein Ziel in der Beratung von Kindern und Jugendlichen, Vertrauen zu helfenden Personen und Institutionen zu entwickeln und die jungen Menschen für die Inanspruchnahme von Hilfe zu öffnen. Dieser Prozess des sich Öffnens benötigt Respekt und Zeit.

      Der Einsatz der Schulsozialarbeit im Alltag orientiert sich an folgenden drei Kernzielen:

      • Prävention
      • Intervention
      • Vernetzung mit anderen Partnern


      Die Angebote in der Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern bedarf je nach Thema und Zielsetzung unterschiedlicher Vorgehensweisen. Diese reichen von der Einzelfallhilfe über Soziale Gruppenarbeit bis hin zu Angeboten zum Sozialen Lernen in Klassen.
      Die Dienst- und Fachaufsicht liegt bei der Stadt Köln.

      Zielgruppen: Schülerinnen und Schüler, Eltern Lehrerinnen und Lehrer
      • Einzelfallhilfe: Beratung und Begleitung in Konflikt- und Krisensituationen
      • Soziales Lernen im Klassenverband: Anleitung zu konstruktiven Konfliktlösungen durch Förderung von Akzeptanz dem Anderen gegenüber und Übernahme von Verantwortung
      • Innerschulische Vernetzung: Koordiniertes Vorgehen zu Einzelfällen im Schulalltag in Absprache mit Klassenlehrern und Schulleitung durch Einbezug und beratende Mitsprache bei Entscheidungen zur Erziehungsarbeit und im Vorfeld disziplinarischer Maßnahmen
      • Außerschulische Vernetzung: Kooperation mit dem ASD, Behörden, außerschulischen Bildungseinrichtungen, Beratungsstellen, Polizei, Therapeuten, Sportvereinen, Jugendzentren etc. sowie Kooperation in Projekten mit Dritten

      Die konkreten Angebote der Schulsozialarbeit werden mit Schulleitung, Lehrkräften, Eltern und den Kindern und Jugendlichen in Absprache aufeinander abgestimmt, kontinuierlich weiter entwickelt und den Bedarfen der Schule angepasst.

      Kontaktaufnahme
      Frau Gabriele Bänsch ist telefonisch unter der Durchwahl 0221- 221 30877 oder besser per e-mail unter gabriele.baensch@stadt-koeln.de zu erreichen, da ihr Arbeitsplatz nicht immer das Büro, sondern viel in den Klassen bzw. in der Wahrnehmung von Außenterminen liegt. Daher sind kurze Terminabsprachen (auch kurzfristig möglich) nötig.
      Die Schülerinnen und Schüler können täglich in der ersten Frühstückspause zu Frau Bänsch ins Büro kommen. Einmal in der Woche findet hier in der Mittagspause ein offenes Angebot für Jugendliche statt.

    8. Leitung und Management

    • 8.1 Schulleitung
      In der erweiterten Schulleitung der Carl-von-Ossietzky Gesamtschule arbeiten in einem Team mehrere Lehrerinnen und Lehrer zusammen, die von der Schulaufsicht mit einem definierten Aufgabenbereich für die Leitung der Schule beauftragt werden:
      die Schulleiterin (Frau Otte)
      der Didaktische Leiter (Herr Deckers)
      die Leiterin der Abteilung 1 – Unterstufe (Frau Celik)
      die Leiterin der Abteilung 2 – Mittelstufe (Frau Irlenkäuser)
      die Leiterin der Abteilung 3 – Oberstufe (Frau Busch)
    • 8.2 Fortbildung
      Lehrerinnen und Lehrer sind verpflichtet, sich für die Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit regelmäßig fortzubilden. Die inhaltlichen und strukturellen Anforderungen sowie die methodischen Formen der Bildungsarbeit verändern sich in einer rasch entwickelnden Gesellschaft kontinuierlich. Die Lehrenden müssen ihre Lehrtätigkeit immer wieder aktualisieren, um die Kinder und Jugendlichen auf die Herausforderungen der Berufswelt aber auch auf die sozialen Prozesse des 21. Jahrhunderts vorzubereiten.

      Lehrer*innen können zur Weiterentwicklung ihrer beruflich fachlichen Qualifikation individuell an schulexternen Fortbildungsveranstaltungen teilnehmen. Wenn diese während der Unterrichtszeit stattfinden, können die teilnehmenden Lehrpersonen vom Unterricht frei gestellt werden, der Unterricht wird dann vom Kollegium vertreten. Sie sind aufgefordert ihre neu gewonnen Erkenntnisse und Kompetenzen in geeigneter Weise in die pädagogisch fachliche Arbeit der Schule einzubringen.

      Unsere Schule versteht sich in besonderer Weise als lernendes System, das in regelmäßiger Frequenz zur Weiterentwicklung des Schulkonzeptes unterrichtsfreie „Stopp-Tage“ praktiziert, damit das gesamte Lehrerkollegium die eignen Praxis reflektieren kann und/oder sich auf neue Herausforderungen gemeinsam vorbereitet. Der Fokus liegt an diesen Tagen stets auf der Unterrichtsentwicklung und der daraus resultierenden pädagogischen Organisation unserer Schule.

      Die Schulleitung ermittelt mit Unterstützung der Steuergruppe „Schulentwicklung“ den Fortbildungsbedarf des gesamten Kollegiums. Nach Beratung durch die Steuergruppe legt sie die Fortbildungsschwerpunkte für ein Schuljahr oder einen längerfristig definierten Zeitraum fest. Die Umsetzung der Fortbildungsmaßnahmen in geeignete Veranstaltungen und die Kooperation mit hilfreichen Referenten oder Moderatoren liegt in dem Aufgabenbereich der Didaktischen Leitung. Sie dokumentiert und evaluiert die gemeinsamen Lernprozesse der Fortbildung in ihrer Wirkung auf die Qualitätsentwicklung der Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule.

    • 8.3 Partizipation der Eltern
      Wir legen großen Wert auf die Mitarbeit der Eltern. Sie sind die wichtigsten Bezugspersonen der Kinder. Ohne ihre Unterstützung ist eine sinnvolle pädagogische Arbeit in der Schule nicht denkbar. Letztendlich ist die Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule aus einer Elterninitiative hervorgegangen. Eltern engagieren sich seit Eröffnung der Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule zum Schuljahr 2010/2011 in vielfältiger Weise im Schulleben.

      Die Eltern beteiligen sich aktiv an der Aufbauarbeit der Schule und gehen damit weit über ihre gesetzlichen Verpflichtungen hinaus.
      • Tag der offenen Tür
      • Klassenpflegschaft
      • Schulkonferenz
      • Teilkonferenz
      • Elternarbeit in der Bibliothek
      • Beaufsichtigung des Selbstlernzentrums in der Bibliothek
      • Gestaltung der Homepage
      • Karnevals-Arbeitsgemeinschaft
      • Mitarbeit in Fachkonferenzen und Arbeitsgruppen (z.B. Kultur, Mensa, Neubau, Schulname)
      • Elternabende
      • Förderverein
      • Mitarbeit bei Schulfesten (z.B. Kulturabende)
    • 8.4 Partizipation der Schüler
      Arbeit der Schülervertretung
      Wir fördern die Eigenverantwortung unsere Schülerinnen und Schüler, indem wir sie in vertrauensvoller Zusammenarbeit an der Gestaltung des schulischen Lebens einbinden. Dies erfolgt im Rahmen der im Schulgesetz verankerten Gremien (§ 74 Schulgesetz) und erfolgt auf zwei Ebenen: der Ebene der gewählten Schülervertretung bzw. der gewählten Klassensprecher sowie der Ebene der freiwilligen Mitarbeit in Arbeitskreisen und schulischen Veranstaltungen (Sportfeste, ToT etc.).

      Organisation und Arbeitsablauf
      Die SV-Vertreter wie auch die SV-Lehrer werden zu Beginn eines jeden Schuljahres für die Dauer eines Jahres gewählt. Außerdem ist es jedem anderen Schüler möglich, der SV aus mit einem freiwilligem Engagement beizutreten.
      Um die Arbeit zu koordinieren, findet eine wöchentliche SV-Sitzung in dem dafür vorgesehenen SV-Raum statt, in dessen Rahmen zurückliegende und anstehende Projekte evaluiert und vorbereitet werden (z.B. Anträge an die SchuKo, Informationsveranstaltungen, Valentinskartenverkauf, Schulparties). Als Grundlage dieser Arbeit dient der Austausch mit den frei wählbaren Klassensprechern, welcher im Rahmen der vierteljährlichen Klassensprecherversammlung erfolgt. Darüber hinaus ist jedes Jahr eine SV-Fahrt geplant, auf der längerfristige Ziele sowie die Planung für das kommende Schuljahr erarbeitet werden. Der überregionale Austausch unserer SV mit den Schülervertretungen anderer Schulen ist im Rahmen der Bezirksschülervertretung (BSV) gewährleistet. Zu den regelmäßig stattfindenden Treffen der BSV entsendet unserer SV entsprechende Delegierte.

      Unsere SV ist grundsätzlich mit zwei gewählten Vertretern stimmberechtigtes Mitglied der Schulkonferenz und nimmt damit aktiv und gleichberechtigt an allen Entwicklungsprozessen der Schule teil.
    • 8.5 Übergangsmanagement: Primär - Sek I - Sek II
      Die Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule lädt alle interessierten Grundschüler und ihre Eltern im Herbst zu zwei „Tagen der Offenen Tür“ in die Schule ein. Dort können sich die Gäste über alle Details der neuen Schule informieren, die Räumlichkeiten und ihre Ausstattung im Rahmen von Führungen kennen lernen und im Unterricht hospitieren. Lehrer*innen und Eltern stehen für Gespräche zur Verfügung.

      An einem Informationsabend im Herbst werden die Bildungsgänge der Gesamtschule und das Schulprogram der Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule ausführlich vorgestellt und den Eltern die Gelegenheit gegeben, ihre Fragen zu stellen bezüglich der Schulwahlentscheidung für ihr Kind sowie evtl. Unsicherheiten zu diskutieren.

      Es folgen die Tage der Anmeldung gemäß den Vorgaben des Ministeriums und des Schulamtes der Stadt Köln mit einer schnellen Entscheidung über die Aufnahme oder Nicht-Aufnahme und der entsprechenden Information der Eltern.

      Ein weiterer Informationsabend im Frühsommer dient der konkreten Vorbereitung eines guten Starts ins neue Schuljahr: Anschaffung von Schulmaterial und -büchern, Mensaverpflegung, Schulweg, Klassenfahrt, Tag der Einschulung usw.
      Am Freitag der vorletzten Woche vor den Sommerferien begrüßen wir alle neuen Schülerinnen und Schüler mit ihren Familien zu einem Kennenlern-Nachmittag, um den Kindern ihre neuen Klassenlehrer/innen schon einmal vorzustellen. Während einer Schnupperstunde im Klassenraum sehen sie dann auch ihre zukünftigen Mitschüler/innen und gehen hoffentlich voller Vorfreude entspannt in die Sommerferien.

      Mit jedem Kind und seinen Eltern wird während der Anmeldung wird ein Gespräch geführt. Wir ermutigen alle Eltern, im Gespräch mit der Schulleitung und/oder den künftigen Klassenlehrer/innen aus der schulischen Lernbiografie ihrer Kindern in der Grundschule zu berichten, wenn dort bereits besondere Begabungen oder aber auch Lernschwierigkeiten und deutliche Beeinträchtigungen erkennbar geworden sind. Soweit es unser Zeitmanagement ermöglicht, nehmen wir Kontakt mit den Grundschulkolleg/innen auf, um weitere Informationen der Grundschule für die Vorbereitung der „Neuen Fünften Klassen“ zu berücksichtigen. Einige Kinder besuchen wir im Unterricht in ihren Grundschulklassen; das gilt vor allem für die Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die in unseren integrativen Klassen am „Gemeinsamen Lernen“ teilhaben werden. Manchmal laden wir Eltern und/oder andere pädagogisch-therapeutische Bezugspersonen noch einmal zu einem individuellen Vorbereitungsgespräch in unsere Schule ein.
      SEK II
      folgt……..
    • 8.6 Lehrerausbildung
      Die Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule ist seit dem Schuljahr 2013/14 Ausbildungsschule. Seit wir 2016 eine Schule mit Sekundarstufe II sind, bilden wir Lehramtsanwärter/innen der Sekundarstufe I und II aus. Wir kooperieren mit dem Studienseminar Köln.
      An unserer Schule besteht zusätzlich die Möglichkeit, studienbegleitende Praktika zu absolvieren (Eignungspraktikum, Orientierungspraktikum, Fachpraktikum, Praxissemester).
      Die für die Ausbildung verbindlichen Handlungsfelder können dem Leitfaden für Ausbildungslehrer*innen der Schule entnommen werden.
      Als Ausbildungsbeauftragte unserer Schule stehen zwei Lehrerinnen den Lehramtsanwärtern mit Rat und Tat zu Seite.
      Neben der individuellen Beratung in Einzelfällen bieten sie den Lehramtsanwärtern wöchentlich eine feste Zeit zum Austausch von Unterrichtserfahrungen, der gemeinsamen Reflexion von Lehrerhandeln im Unterricht und der Umsetzung von Ausbildungsinhalten an unserer Schule an, in der neben den verpflichtenden Handlungsfelder auch individuelle Vorhaben geplant und reflektiert werden.
      Ab dem Schuljahr 2017/18 werden wir Student*innen im Praxis-Semester an unserer Schule begrüßen, die für insgesamt 5 Monate im Unterricht der Klassen und Kurse hospitieren und unter Anleitung unterrichten werden.
  • Leistungsdifferenzierung

    Leitfaden für die Zuweisung der Schülerinnen und Schüler zu bzw. ihren Wechsel zwischen den Ebenen der Leistungsdifferenzierung in den Fächern

    "Englisch, Mathematik, Deutsch und Chemie"


    1. Ausgangslage
    Der Unterricht in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und Chemie findet spätestens ab Klasse 9 in nach Leistungsstand getrennten differenzierten Kursen auf zwei Ebenen statt (Erweiterungs- und Grundkurs).
    Doch bereits vorher beantragt der Fachlehrer / die Fachlehrerin die Zuweisung zu einer den Schülerleistungen entsprechenden Anforderungsebene.
    Dabei muss er/ sie gesetzliche Grundlagen sowie weitere Kriterien beachten, die die Schule selbst festlegen kann.
    Die unterrichtenden Lehrpersonen stimmen in der Zeugniskonferenz gemeinsam über den Antrag ab.
    Während die gesetzlichen Grundlagen im Schulgesetz und in der APO SI eindeutig formuliert sind, erscheint es notwendig, die schulinternen Grundlagen klarer zu definieren.
    Dies soll zum einen dem Fachlehrer sowie der Zeugniskonferenz helfen, eine fundierte Entscheidung zu treffen, zum anderen soll es die Entscheidung für Schüler und Eltern transparent machen

    2. Gesetzliche Grundlagen
    APO SI, § 19, Absatz 4
    (4) Der Unterricht in Fachleistungskursen auf zwei Anspruchsebenen (Grundkurse, Erweiterungskurse) beginnt in Mathematik und in Englisch in Klasse 7, in Deutsch in Klasse 8 oder in Klasse 9, in einem der Fächer Physik oder Chemie in Klasse 9.
    Die Entscheidungen trifft die Schulkonferenz.
    Die obere Schulaufsichtsbehörde kann abweichend von Satz 1, für die Klassen 9 und 10 mit Zustimmung des Ministeriums, eine andere Unterrichtsorganisation zulassen.

    VV zur APO SI, § 19, Absatz 4
    19.4.1 Über die Aufnahme in einen Grundkurs oder einen Erweiterungskurs oder die Zuweisung zu einer Anspruchsebene entscheidet die Klassenkonferenz. Unabhängig davon, ob der leistungsdifferenzierte Unterricht in Form der Binnendifferenzierung oder in Kursen äußerer Fachleistungsdifferenzierung erfolgt, ist die Entscheidung im Zeugnis festzuhalten.

    Die Aufnahme in einen Erweiterungskurs oder die Zuweisung zu einer Erweiterungsebene setzt mindestens befriedigende Leistungen voraus.

    19.4.2 Bei der Bildung von Kursen ist darauf zu achten, dass Grund- und Erweiterungskurse jeweils eine angemessene Leistungsbandbreite aufweisen. Die Klassenkonferenz prüft jeweils am Schuljahresende, im Einzelfall auch am Ende des Schulhalbjahres, ob ein Wechsel des Kurses erforderlich ist.
    19.4.3 Am Ende des ersten Halbjahres der Klasse 10 ist der Wechsel des Kurses nur in begründeten Ausnahmefällen möglich.
    19.4.4 Widersprechen die Eltern der Zuweisung zu einem Erweiterungskurs oder zur Erweiterungsebene, rät die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer den Eltern, dem Beschluss der Klassenkonferenz zu folgen; danach entscheiden die Eltern.

    Widersprechen die Eltern der Zuweisung zu einem Grundkurs, entscheidet die Klassenkonferenz unter Berücksichtigung der von den Eltern vorgetragenen Gesichtspunkten.

    3. Die Fachleitungsdifferenzierung an der Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule
    Die CvO-Gesamtschule differenziert in der Fächern Englisch, Mathematik, Deutsch und Chemie wie folgt:




    3.1. im Fach Englisch
    Im 7. Jahrgang werden alle Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Zeugniskonferenz am Ende des 6. Jg.‘s nach den Vorschlägen der Fachlehrer/innen einer differenzierten Anforderungsebene (Grundebene und Erweiterungsebene) zugewiesen, aber noch im Klassenverband unterrichtet. Zur Verfügung stehende Personalressourcen werden für eine Zwei-Lehrer-Besetzung zur Entwicklung binnendifferenzierten Fachunterrichts eingeplant.
    Die äußere Fachleitungsdifferenzierung in getrennten Grund- und Erweiterungskursen beginnt ab dem 8. Jahrgang.

    3.2. im Fach Mathematik
    Im 7. Jahrgang werden alle Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Zeugniskonferenz nach den Vorschlägen der Fachlehrer/innen zum zweiten Schulhalbjahr einer differenzierten Anforderungsebene (Grundebene und Erweiterungsebene) zugewiesen.
    Der Unterricht im Fach Mathematik wird im 7. und 8. Jahrgang jedoch binnendifferenziert mit beiden Anforderungsebenen (G-Ebene und E-Ebene) in klassenübergreifenden Kleingruppen erteilt, d.h. vorbehaltlich der personellen Ressourcen der Schule werden aus zwei Klassen drei Kleingruppen gebildet.
    Ab dem 9. Jahrgang erfolgt eine äußere Differenzierung in leistungsbezogenen Kursen (G-Kurse und E-Kurse)

    3.3. im Fach Deutsch
    Im Fach Deutsch werden alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam im Klassenverband bis einschließlich Jahrgang 8 unterrichtet.
    Mit dem Wechsel in den 9. Jahrgang werden alle Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Zeugniskonferenz nach den Vorschlägen der Fachlehrer/innen einer differenzierten Anforderungsebene (Grundebene und Erweiterungsebene) zugewiesen
    Der Unterricht findet ab dem Jahrgang 9 in äußerer Differenzierung statt, d.h. in getrennten Grund- und Erweiterungskursen.

    3.4. im Fach Chemie
    Im Fachbereich der Naturwissenschaftlichen Fächer wird das Unterrichtsfach Chemie ab dem 9. Jahrgang differenziert auf Grund- und Erweiterungsebene unterrichtet. Eine Aufteilung in zwei separate Kursgruppen wird realisiert, sobald ausreichend Fachlehrer in der Aufbauphase der Schule zur Verfügung stehen.

    3.5. Schüler mit dem Förderschwerpunkt „Lernen“
    In den integrativen Klassen des „Gemeinsamen Lernens“ wird für die nach dem
    Bildungsgang des Förderschwerpunktes „Lernen“ zieldifferent zu unterrichtenden
    Schüler/innen ein Unterrichtsangebot auf der Anforderungsebene „Förderebene“ (F-Ebene) eingerichtet. Dieses findet in der Regel innerhalb des binnendifferenzierten Klassen- bzw. Kursunterrichts statt oder, bei äußerer Differenzierung, im Grundkurs.
    Der Fachunterricht in diesen Klassen und Kursen wird möglichst im Zwei-Lehrer-Unterricht (Doppelbesetzung) erteilt.

    4. Die Entscheidung über Zuweisung zu den Anforderungsebenen
    Die Entscheidung über die Zuweisung bzw. den Wechsel trifft die Zeugniskonferenz, in der alle unterrichtenden Lehrpersonen die Gesamtentwicklung des Schülers / der Schülerin in den Blick nehmen, die aktuelle Leistung diskutieren und auf dieser Basis gemeinsam beraten, welche Anforderungsebene für den betroffenen Schüler angemessen und für die Leistungsentwicklung auf seiner weiteren schulische Laufbahn förderlich ist.
    Die Entscheidungen über die Zuweisung der Schülerinnen und Schüler erfolgt unabhängig von der strukturellen Umsetzung der Fachleistungsdifferenzierung in Form von externer oder interner Differenzierung (getrennter Kursunterricht oder binnendifferenzierter Klassenunterricht)
    Bei dieser Entscheidungsfindung spielen verschiedene Kriterien eine Rolle:
    Die aktuelle Leistung in den differenzierten Fächern drückt sich aus in den Noten, die für das Zeugnis die Mitarbeit im Fach sowie die Ergebnisse der verschiedenen Überprüfungsformate widerspiegeln.

    4.1. Erstzuweisung zur E - oder G - Anforderungsebene
    Die Klassenkonferenz betrachtet im Rahmen der Zeugniskonferenz das Gesamtbild der Schüler unter der Fragestellung: Kann davon ausgegangen werden, dass der Schüler/die Schülerin aufgrund individueller Schlüsselqualifikationen im Bereich des Arbeitsverhaltens in der Lage sein wird, die erweiterten Anforderungen zu erfüllen?
    Die fachliche Qualifikation wird berücksichtigt durch einen Blick auf das kontinuierliche Leistungsvermögen des Schülers / der Schülerin während des zurückliegenden Schuljahres.
    Wird die Gesamtleistung mit „befriedigend“ oder besser bewertet, ist davon auszugehen, dass der Schüler / die Schülerin die Anforderungen der Leistungsdifferenzierungsebene E bewältigen kann.
    Wird die Gesamtleistung mit „ausreichend“ oder schlechter bewertet, ist davon auszugehen, dass der Schüler / die Schülerin die Anforderungen der Leistungsdifferenzierungsebene G deutlich besser bewältigen wird als die Anforderungen der Leistungsdifferenzierungsebene E.
    Im Rahmen der Beratungen zur Entscheidungsfindung entfaltet die erteilte Zeugnisnote keine zwangsläufig bindende Wirkung für die Zuweisung.
    Bei der Note „befriedigend“ sollte eine Zuweisung zum E-Kurs dann erfolgen, wenn der Schüler/ die Schülerin nach Einschätzung des Fachlehrers mindestens vier der folgenden Kriterien 1-6 sowie die beiden Kriterien 7-8 „erfüllt“ oder „weitgehend erfüllt“. Bei der Entscheidung über einen geplanten Kurswechsel vom G-Kurs in den E-Kurs oder vom E-Kurs in den G-Kurs sind diese Kriterien immer anzuwenden.



    4.2. Wechsel der Anforderungsebene
    Die Klassenkonferenz prüft jeweils am Schuljahresende, im Einzelfall auch am Ende des Schulhalbjahres, ob ein Wechsel der Anforderungsebene oder des Kurses erforderlich ist. (Quelle: APO SI)
    Haben sich die Schülerleistungen auf der Anforderungsebene G stabil verbessert oder auf der Anforderungsebene E dauerhaft verschlechtert, berät die Klassenkonferenz auf Antrag des Fachlehrers über einen Wechsel und fällt die entsprechende Entscheidung im Rahmen der Zeugniskonferenz. Er wird im Zeugnis des Schülers / der Schülerin als geänderte Zuweisung dokumentiert.
    Ein Wechsel von der G-Ebene auf die E-Ebene ist möglich, wenn in dem betreffenden Fach mindestens die Note gut erreicht worden ist. Mit dem Erreichen der Note gut ist kein Anspruch auf einen Wechsel in den E-Kurs verbunden.
    Umgekehrt wechselt in der Regel ein Schüler/ eine Schülerin am Ende des Schuljahres vom E-Kurs in den G-Kurs, wenn die Leistungen nicht mehr ausreichend sind. Mit dem Erreichen der Note ausreichend oder besser ist in der Regel ein Anspruch auf Verbleib im E-Kurs verbunden.

    Die Eltern/Erziehungsberechtigten können einen Antrag auf freiwilligen Wechsel (nur) von der Anforderungsebene E (E-Kurs) auf die Anforderungsebene G (G-Kurs) beantragen. Sodann findet ein Gespräch zur Schullaufbahnberatung mit dem Schüler/der Schülerin und seinen/ihren Eltern statt. Dabei werden die Eltern umfassend informiert über die Konsequenzen in Hinblick auf den Schulabschluss und nachfolgende Ausbildungsgänge.
    Die Zuweisung zu den Kursen der äußeren Fachleistungsdifferenzierung erfolgt zu Beginn eines Schuljahres und gilt in der Regel für das gesamte Schuljahr. Eine Umstufung zum Schulhalbjahr ist nur in begründeten Einzelfällen möglich. Über diese Ausnahmen entscheidet die Zeugniskonferenz.
    Die letzte Möglichkeit zum Wechsel des Kurses ist der Übergang von Klasse 9 zu Klasse 10. Nach dem ersten Halbjahr der Klasse 10 ist kein Wechsel des Kurses mehr möglich.

  • Fördern und Fordern (Talentbrücke, Ergänzungsstunden)

    Fördern und Fordern

    teamwork

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    Individuelle Förderung ist zentraler Auftrag des Schulgesetzes.
    Jeder Schüler soll ohne Rücksicht auf seine wirtschaftliche Lage, Herkunft und sein Geschlecht die Chance erhalten, seine Fähigkeiten und Begabungen umfassend zu entwickeln. Damit richtet sich der Blick nicht auf die Klasse oder Lerngruppe als „homogenes Gebilde“, sondern auf den Einzelnen, seinen Lernfortschritt und seine ganz persönliche Lernbiografie.
    Hintergrund für diesen Perspektivwechsel bilden internationale empirische Untersuchungen, wie zum Beispiel die viel zitierte Pisa – Studie.
    Diese Untersuchungen zeigen deutlich einen größeren Lernerfolg in heterogenen Lerngruppen für alle Beteiligten.


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